30.04.2020 09:52 |

Verkehrsrevolution

Gesamtes Zentrum Brüssels wird zur Fußgängerzone

Im Zentrum der Brüssel brechen Anfang Mai neue Zeiten an. Das sogenannte Pentagone, der innere Ring der Stadt, wird für mindestens drei Monate zur Rad- und Fußgängerzone. Straßenbahnen und Busse dürfen in diesem Zeitraum nur noch höchstens 20 Kilometer pro Stunde fahren - und müssen Flaneuren und Radlern Vorrang geben.

Diese dürfen künftig überall gehen und fahren, auch auf der Straße. Im Pentagone befinden sich unter anderem Teile der historischen Altstadt. Die Straßen sind eng, die Gehsteige meist schmal.

Auch Corona-Beschränkungen werden gelockert
Am 4. Mai werden in Belgien zugleich die ersten Corona-Beschränkungen gelockert, auch die derzeit geltende Ausgangssperre wird nach und nach aufgehoben. „Wir haben entschieden, die Gelegenheit zu nutzen“, sagte Wafaa Hammich, Sprecherin des Brüsseler Bürgermeisters Philippe Close. Fußgänger und Radfahrer sollten mehr Platz im öffentlichen Raum bekommen und so auch das Abstandsgebot besser einhalten können. Die Entscheidung richte sich nicht gegen Autos, aber wenn die Brüsseler in den kommenden Wochen wieder das Haus verlassen, sollten sie dazu ermutigt werden, es entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu tun.

Letzte Vorbereitungen werden getroffen
Wann genau die neuen Regeln in Kraft treten, steht noch nicht fest. Derzeit werden Hammich zufolge die letzten Vorbereitungen getroffen. Hinweisschilder würden aufgestellt und Signale auf dem Boden angebracht. Sobald es losgeht, sollen die Ampeln im gesamten Pentagone durchgehend orange blinken. Nach drei Monaten soll das Konzept evaluiert werden.

Wien setzt auf Begegnungszonen
In Wien hat man wegen des Corona-bedingten, beschränkten Raumangebotes einen anderen Weg eingeschlagen und mehrere Begegnungszonen eingerichtet sowie 20 weitere Straßen für Fußgänger geöffnet.

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