14.04.2020 13:09 |

Tierschützer warnen:

„Märkte in Asien weiterhin Epidemie-Brutstätten!“

Das neuartige Coronavirus, das die ganze Welt derzeit in Geiselhaft genommen und zum Stillstand gezwungen hat, soll seinen Ausgang auf einem Wildtiermarkt im zentralchinesischen Wuhan genommen haben - dennoch erfreuen sich Märkte, auf denen ungekühltes Fleisch und daneben sogar lebende Tiere verkauft werden, in Asien noch immer an Beliebtheit. Tierschutzorganisationen und Promis wollen dem nun ein Ende setzen: Sie warnen, dass diese auch weiterhin eine Brutstätte für Infektionskrankheiten sein können.

Die britische Tageszeitung „The Mirror“ schockierte am Sonntag mit Bildern aus Indonesien, wo noch immer Fledermäuse, Ratten und Hunde auf Märkten verkauft werden. Andere Fotos zeigten tote Nager neben lebenden Krokodilen, deren Mäuler zugebunden waren. Zustände, bei denen es westlichen Betrachtern wohl den Magen umdreht.

Der Kabarettist und Tierfreund Ricky Gervais forderte nun, dass gegen diese Märkte angesichts der Coronavirus-Pandemie etwas unternommen wird. „Wir können nicht damit weitermachen, Tiere auszubeuten, Wildtiere zu essen und den Planeten zu zerstören. Der Handel mit Wildtieren und die Märkte dafür müssen geschlossen werden, sonst ist es nur eine Frage der Zeit, wann wir eine weitere globale Pandemie haben“, gab Gervais zu bedenken.

Tierschutzorganisation startete Petition gegen Ekel-Märkte
Er fragte die Behörden: „Wie schlimm muss es noch werden, bevor Sie die extremen Tiermärkte Indonesiens schließen, die genau dasselbe Risiko wie die Märkte für Wildtiere in Wuhan tragen?“ In China findet allerdings offenbar schon ein Umdenken statt: In der Metropole Shenzhen wurde zumindest der Verzehr von Hunde- und Katzenfleisch verboten. Allerdings wurde das mit der Nähe dieser Vierbeiner zum Menschen begründet.

Die Forderung wird von Tierschutzorganisationen begrüßt. Die Humane Society International hat eine Petition ins Leben gerufen, die sich gegen diese Märkte richtet. „Diese aktuelle Pandemie ist nur ein weiteres Beispiel, wie tödlich Wildtierhandel sein kann. Eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit irgendwo ist auch eine Gefahr für die globale Gesundheit“, so die Organisation. Auch die Kollegen von PETA scheuen sich nicht davor, mit bestürzenden Bildern auf das Problem aufmerksam zu machen.

Gervais: „Grausamkeit ist unfassbar“
Gervais hat einen solchen asiatischen Markt auch schon mit eigenen Augen gesehen: „Ich war entsetzt. Da hingen Hunde an Haken, die dann gehäutet wurden, daneben Käfige mit lebenden Kätzchen. Die Grausamkeit ist unfassbar.“

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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