Mo, 16. Juli 2018

Derby in der Ersten

04.08.2010 09:22

Nach Doppelpack konnte Gratkorn erstmals jubeln

Gratkorn hat den Sieg im ersten Steirer-Derby der Ersten Liga in der Tasche. Die Fuchs-Elf fuhr am Dienstagabend nach vier Pleiten in Folge endlich Punkte ein und gewann in Hartberg mit 2:1. Dabei lag man bei den Oststeirern zur Pause schon mit 0:1 zurück, aber Joachim Parapatits drehte die Partie mit einem Doppelpack um.

"Wir müssen aggressiver als Gratkorn auftreten", meinte Hartbergs Neuzugang Wolfgang Schober, der erst am Montag von den Red Bull Juniors ausgeliehen wurde. Seine neue Truppe nahm sich die Worte des Neo-Goalies zu Herzen. Die Hausherren waren zunächst die giftigere Mannschaft, hatten mehr Spielanteile. Die ersten große Chancen hatten im Nachzügler-Derby allerdings die Gratkorner: Schober war schon geschlagen, aber Rodler kratzte einen Gründler-Schuss noch von der Linie (10.).

Acht Minuten später ließen die Oststeirer ihren ersten dicken Sitzer aus: Einen Hopfer-Schuss konnte Keeper Götzinger parieren, den Abpraller haute Domoraud daneben! Die verjuxten Chancen der beiden Teams waren ein Spiegelbild der bisherigen Saison. Wenn man kein Glück hat, kommt das Pech auch noch dazu. Wie bei Steiner, der in der 23. Minute nur an den Pfosten pfefferte.

Doch kurz vor dem Pausenpfiff war es soweit: Groiss tankte sich links durch, legte ab für Domoraud, dessen Schuss konnte Götzinger noch entschärfen, gegen den Kopfball von Rakowitz war er aber machtlos - 1:0 (44.). Eine verdiente Führung, die aber zwei Minuten nach der Halbzeit wieder weg war: Nach Tesevic-Freistoß war Parapatits mit dem Kopf zur Stelle - 1:1.

Domoraud vernebelte in der Nachspielzeit
Doch die Hartberger blieben nach dem Ausgleich weiter am Drücker, hätten das Derby für sich entscheiden können, ja müssen. Aber Domoraud (50.) und Omladic, der eine Doppelchance ausließ (63.), verschleuderten die Möglichkeiten. Die Strafe folgte im Finish: Parapatits schlug zum zweiten Mal zu - 2:1 (89.). In der Nachspielzeit fast noch das 2:2 - aber Domoraud vernebelte erneut.

von Georg Kallinger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at

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