11.04.2020 06:00 |

Umsatz eingebrochen

Steirischem Autohandel droht der Totalschaden

Umsatz eingebrochen - vielen steirischen Händlern droht der Ruin. Die aufgefüllten Lager könnten vielen Firmen das Genick brechen. Ein Unternehmer will nun rechtlich gegen die Corona-Maßnahmen vorgehen.

Viele Kollegen werden nicht mehr lange durchhalten - die Situation war ja schon angespannt„, spricht Klaus Edelsbrunner, Peugeot-Händler in Graz und WKO-Bundesgremialobmann, Klartext. Bei einem Rundruf in der Branche merkt er vor allem eines: “Die Stimmung schlägt um, viele sind richtig verzweifelt. Kein Wunder, unser Handel wurde praktisch stillgelegt - wer kauft schon sein Auto online?„

Und so steht der Autohandel kurz vor einem kapitalen Crash: Die Verkaufszahlen sind im März um knapp 67 Prozent eingebrochen, das gesamte erste Quartal war um ein Drittel schwächer als im Vorjahr. „Alle Neuwagenlager sind voll, und das fällt uns jetzt auf den Kopf. Auch wenn uns die Importeure entgegenkommen“, meint Edelsbrunner.

70.000 Euro Abwertung im Monat
Am Gebrauchtwagenmarkt verlieren die Autos quasi täglich an Wert. “Allein die Abwertung kostet mich 70.000 Euro im Monat“, rechnet Peter Pichler, Autohändler in Leoben, vor.

In einem emotionalen Facebook-Video geht er mit den Maßnahmen der Bundesregierung hart ins Gericht: „Man hat das Epidemiegesetz gekickt und so bekommen wir Klein- und Mittelbetriebe vom Staat jetzt null Unterstützung. Aber ja, immerhin darf ich einen Kredit aufnehmen.“

Individualantrag an Verfassungsgerichtshof
Er will nun dagegen gerichtlich ankämpfen. Unterstützung erhält Pichler von Anwältin Michaela Hämmerle (Hämmerle & Hämmerle). „Man kann nicht einfach verfassungsmäßig gewährleistete Rechte verletzen, gleichzeitig aber die Maßnahmen in Ungarn kritisieren. Wir haben jetzt einmal einen Individualantrag auf Normenkontrolle bezüglich des Betretungsverbotes an den Verfassungsgerichtshof gestellt.“

Marcus Stoimaier
Marcus Stoimaier
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