„Keine Schmiergelder“

Russland weist Vorwürfe um WM-Vergabe 2018 zurück!

Russland weist die neuen Bestechungsvorwürfe aus den USA um die WM-Vergabe für 2018 mit Nachdruck zurück! „Russland hat absolut legal das Recht zur Durchführung der Weltmeisterschaft erhalten. Das ist in keiner Weise mit irgendwelchen Schmiergeldern verbunden gewesen, wir weisen das kategorisch zurück“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag der Agentur Interfax zufolge.

Er reagierte damit auf Vorwürfe aus den USA, dass Russland sich eine Stimme bei der WM-Vergabe für 2018 gekauft haben könnte. Ähnliche Anschuldigungen hatte Russland bereits in der Vergangenheit zurückgewiesen. Der frühere Chef des russischen WM-Organisationskomitees, Alexej Sorokin, betonte, dass Russland keine Funktionäre des Fußball-Weltverbands FIFA gekauft habe. „Das ist nur eine Meinung von Juristen“, sagte er mit Blick auf eine Anklageschrift in den USA. „Wir haben immer wieder gesagt, dass unsere Bewerbung offen gestellt wurde.“ Russland habe stets auf alle Fragen der FIFA und der Medien geantwortet und entsprechende Dokumente übermittelt. „Wir werden nicht auf Versuche reagieren, einen Schatten auf unsere Bewerbung zu werfen“, sagte Sorokin der Agentur Interfax.

Auch Katar weist Vorwürfe zurück
Auch die Organisatoren der Fußball-WM 2022 in Katar weisen die Bestechungsvorwürfe rund um die Vergabe des Turniers deutlich zurück. Man habe sich im Bieterprozess „streng an alle Regeln und Vorschriften gehalten“, teilte das für die WM-Ausrichtung zuständige Supreme Committee for Delivery and Legacy (SC) mit. Es habe niemals Beweise gegeben, dass Katar das Recht, die WM auszurichten, auf unethischem Wege gewonnen habe, betonte das SC. Eine Untersuchung unter der Leitung des früheren Chefs der FIFA-Ethikkommission, Michael Garcia, hatte viele verdächtige Details im Zuge der Vergabe der WM an Katar hervorgebracht, Bestechung der Wahlmänner im Jahr 2010 aber nicht belegen können.

FIFA kündigt Kooperation mit US-Behörden an
Die FIFA will in der Causa indes weitere Informationen durch die US-Strafermittler einholen. Man unterstütze alle Untersuchungen von kriminellem Fehlverhalten, teilte die FIFA mit und kündigte weiterhin „vollständige Kooperation“ mit den Behörden an. Konkret werde man die Vorwürfe nicht kommentieren, da es sich um laufende Verfahren handle, hieß es weiter. Die FIFA betonte, dass sie den Status eines Opfers in den US-Strafverfahren habe und FIFA-Offizielle in regelmäßigem Kontakt mit dem amerikanischen Justizministerium seien. Laut einer Anklageschrift amerikanischer Strafverfolgungsbehörden sollen drei frühere FIFA-Funktionäre Bestechungsgelder in ungenannter Höhe erhalten haben, um bei der Vergabe der WM 2022 für Katar zu stimmen. Zudem soll der mittlerweile lebenslang gesperrte Ex-FIFA-Vizepräsident Jack Warner für seine Stimme an Russland fünf Millionen US-Dollar an Schmiergeld erhalten haben.

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Donnerstag, 04. Juni 2020
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