Ein Gramm leicht, 0,5 Zentimeter winzig, wenige Stunden alt - ein Fledermausbaby ist der kleinste Schützling gewesen, dem Monika Großmann (im Bild) und Team heuer schon das Leben gerettet haben. An enormem Engagement fehlt es dem Verein Kleine Wildtiere in großer Not nicht - dafür an allem anderen: Geld, Helfern, prominenten Unterstützern.
2.100 Wildtiere, verletzte, geschwächte, halb verhungerte, hat Monika Großmann allein im vergangenen Jahr gepflegt und ihnen eine neue Überlebenschance in der freien Wildbahn - ihre Schützlinge werden nach der Genesung sofort wieder ausgewildert, da gibt's keine falsche Sozialromantik - gegeben. Allein bei einem Eichhörnchen heißt das stündlich in der Nacht aufstehen zum Füttern und vieles mehr. Man multipliziere den Aufwand mit der Zahl der Tiere - von der Fledermaus über den Fuchs zum Iltis.
Da sollte man meinen, dass ein Tierschützer wenigstens ungestört seiner großartigen Arbeit nachgehen könnte - das Gegenteil ist der Fall. Das Drumherum ist es, das Monika Großmann zusätzlich auf- und zerreibt. Jetzt die jahrelange, schon verzweifelte Suche unter immer stärker werdendem Druck nach einem neuen Domizil. Die Nervenbelastung dazu. Der Umzug, die Sanierung. Betteln müssen um das nötigste Geld - für einen Dienst, der für die Gesellschaft geleistet wird. Dach decken müssen statt Wunden armer Tiere versorgen. Das mürbt. Zermürbt.
Jetzt hat der Verein eine neue Bleibe in Graz. Und braucht Unterstützung. Großmann: "Wir bräuchten so dringend Baufirmen, die uns mit Materialien und Hilfestellung am neuen Standort helfen." Und tatkräftige, seriöse Helfer für langfristige, ehrenamtliche Tierbetreuung.
10 Gebote im Umgang mit Wildtieren
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