29.07.2010 13:42 |

Tiere ausgesetzt

Exoten in unseren Gewässern werden zur Plage

Der Piranha aus dem Drau-Stausee hat österreichweit für Aufsehen gesorgt. Er dürfte von einem Aquarienbesitzer ausgesetzt worden sein – so wie viele andere Exoten in Kärnten auch. Manche wurden gezielt, aber unbedacht in unsere heimischen Gewässer entlassen und werden jetzt hier mitunter zu einer echten Plage.

Amurkarpfen oder auch der Tolstolop wurden vor Jahrzehnten ausgesetzt, weil man sich erwartete, dass die Fische den wuchernden Pflanzenbewuchs der Badeseen dezimieren würden. Doch ihre Gefräßigkeit kennt keine Grenzen. Das größte Exemplar wurde im Vorjahr aus dem Rauschelesee geholt: mit 30 Kilo!

Sonnenbarsch ist eine Plage
Ebenfalls ein Exot, der Probleme verursacht, ist der kürzlich zu fraglichem Ruhm gelangte kleine Sonnenbarsch. Er vermehrt sich unkontrolliert. "Er ist eine Plage, und schon in fast allen Gewässern", bestätigt Eduard Blatnik, der Obmann der Landesfischereivereinigung in Kärnten. Und die Drau ist überfüllt mit dem amerikanischen Signalkrebs, der den heimischen Flusskrebs beinahe ausgerottet hat. Vereine versuchen, ihm mit Fangreusen beizukommen; doch ohne merklichen Erfolg.

54-Kilo-Waller wieder in Freiheit
Aber auch an heimischen Fischen mangelt es zum Glück in Kärnten nicht; und es sind rekordverdächtige Exemplare darunter. Der Feldkirchner Werner Malle holte dieser Tag in einem dreieinhalb Stunden dauernden Drill den Fang seines Lebens aus dem Ossiacher See; einen 2,05 Meter langen, 54 Kilo schweren Waller (siehe Bild oben). "Er ist etwa 25 Jahre alt, kann aber 100 werden. Also ließ ich ihn wieder frei", sagte er und gab dem Riesenfisch nur noch schnell einen Namen: "Ossi" pflügt nun wieder durch das Wasser.

"Kärntner Krone"

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