21.03.2020 13:53 |

Masken, Handschuhe

130 Tonnen Schutzkleidung auf dem Weg nach Wien

Dass Schutzausrüstung, besonders für medizinisches Personal, knapp werden könnte, ist eine der größten Sorgen im Zusammenhang mit der zurzeit grassierenden Corona-Pandemie. Doch eine Lieferung aus China könnte hier nun - zumindest vorübergehend - Abhilfe schaffen. Denn am Montag sollen in Wien-Schwechat gleich zwei Frachtflüge der AUA aus China eintreffen, wie die „Krone“ erfuhr. An Bord haben sie 130 Tonnen Schutzausrüstung wie Handschuhe und Atemschutzmasken. Und diese werden vielerorts dringend gebraucht.

Ein Großteil der Lieferung soll nach Tirol, wo bereits über 560 Personen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Wie Landeshauptmann Günther Platter am Samstag mitteilte, habe das Land zwei Millionen Schutzmasken und 70.000 Schutzanzüge bestellt. Die erste Lieferung mit 600.000 Masken soll am Montag eintreffen, weitere 1,4 Millionen Stück würden kommende Woche geliefert.

Auch die Schutzanzüge sollen im Laufe der Woche ankommen. Auch Südtirol, das derzeit von der italienischen Versorgung mit Schutzkleidung weitgehend abgeschnitten ist, soll Nachschub erhalten.

Notarzt kritisiert fehlende Schutzausrüstung
Zuletzt hatten Mediziner die mangelnde Versorgung mit Schutzkleidung scharf kritisiert. Der Linzer Notarzt Christoph Stöbich sagte gegenüber der „Krone“, dass das Rote Kreuz den Notärzten großteils nur billige offene Pflegekittel (ca. 0,90 Euro pro Stück) anstelle von Ganzkörperschutzanzügen (ca. 5 Euro) ausgebe.

Weiters kämen Schutzbrillen ohne Gummidichtung zum Einsatz, die Aerosolen (Kleinst-Partikel) freie Bahn auf Bindehäute geben. Auch seien die zur Verfügung gestellten Hauben luftdurchlässig - vergleichbar mit jenen, die in Küchen verwendet würden. Und die Atemschutzmasken seien von mäßiger Qualität (meist FFP2 statt FFP3).

Kronen Zeitung/krone.at

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