Allein, um die technischen Spielereien im Boden zu versenken, musste ein halber Meter Schutt unter dem Parkettboden abgetragen werden. "2,5 Millionen Euro kostet der gesamte Innen-Umbau, Denkmalschutzmaßnahmen wie die Restaurierung der Gemälde schlagen mit 400.000 Euro zu Buche", so Maximilian Weiss, der stellvertretende Direktor des Landtags. Die Tischreihen im Oval wurden ausgetauscht, versetzt und durch champagnerfärbige Arbeitsflächen aus Kunststoff ersetzt. Jeder Sitzplatz verfügt über einen eigenen Internetanschluss und Klimaanlage. Die Stühle sind nicht mehr wie bisher angeschraubt, sondern bequeme schwarze Bürosessel auf Rollen.
"Poltergeist enttarnt"
Auf der neuen Präsidentenbank hat die "Steirerkrone" bereits Platz genommen: Der "Herr" über 56 Abgeordnete wird zum Technik-Administrator, die Sprecherlaubnis erteilt er künftig per Mausklick. Auch Kiebitze kommen ab 21. Oktober, wenn der neue Landtag konstituiert ist, auf ihre Kosten: An den Eingängen werden zwei Live-Videokameras installiert, die die Sitzungen erstmals auch ins rechte Bild rücken. Im Zuge des Umbaus enttarnte man übrigens auch einen vermeintlichen "Poltergeist", dessen mysteriöse Geräusche für einige Unruhe gesorgt hatten: "Es war ein alter Feuerwehrschlauch in der Wand, der im Luftzug zu rasseln begonnen hatte", schmunzelt Weiss.
von Gerald Schwaiger und Eva Molitschnig, "Steirerkrone"
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