Kardiologie-Kongress

Rund 15.000 Tiroler von Herzschwäche betroffen

Tirol
04.03.2020 08:00

Eines der aktuellesten Themen in der Kardiologie ist die Herzschwäche - etwa 140.000 Österreicher und 15.000 Tiroler sind davon betroffen. Beim 22. Innsbrucker Kardiologie-Kongress von Donnerstag bis Samstag steht die Herzinsuffizienz im Fokus - in Tirol greifen bereits neue Behandlungsmethoden.

Um die 1000 Teilnehmer informieren sich von 5. bis 7. März am Innsbrucker Kardiologie-Kongress über die neuesten Entwicklungen bei der Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. „Wir informieren die Ärzte in der Region praxisnah über die neuesten Entwicklungen, damit sie ihre Patienten nach dem aktuellsten Wissensstand behandeln können“, schildert Axel Bauer, Direktor der Innsbrucker Universitätsklinik für Innere Medizin III.

Insuffizienz im Fokus
Einen Schwerpunkt bildet heuer die Herzschwäche oder Herzinsuffizienz, von der in Tirol etwa 15.000 Personen betroffen sind. Die Dunkelziffer ist vermutlich um einiges höher, zudem erläutert Bauer: „Man rechnet in den nächsten Jahrzehnten mit einer immensen Zunahme an Patienten.“ Die Fachwelt blickt nach Tirol, wo sich das Programm „HerzMobil“, das vom Land gefördert wird, in den vergangenen sechs Jahren etabliert hat.

Herzschwäche-Patienten werden dabei über elektronische Programme zuhause kontrolliert und entsprechend ambulant betreut - bei etwa 50 Prozent der Patienten kann so ein wiederholter Klinikaufenthalt vermieden werden.

Corona kein Thema
Ein weiteres, traditionell wichtiges Thema sind operative Eingriffe. Keine große Rolle spielt hingegen das Coronavirus heuer auf dem Kardiologie-Kongress. Dazu betont Bauer: „Die Erkrankung mit Corona ähnelt einer schweren Grippe - immungeschwächte Patienten sind dadurch gefährdet.“ Dies treffe jedoch auf virale Erkrankungen im Allgemeinen zu.

Mirjana Mihajlovic
Mirjana Mihajlovic
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