03.03.2020 14:15 |

Fünf Jahre Haft

Höchststrafe für notorischen Serien-Einbrecher

Der arbeitslose Schuster aus Tschechien (51) kann es einfach nicht lassen: 13 Vorstrafen hat der Kriminelle gesammelt, alle wegen Einbruchsdiebstählen. Zuletzt kassierte er sechs Jahre Haft, saß bis zum Mai 2019 in seiner Heimat in der Zelle. Als er wieder rauskam, ging der Mann sofort wieder einbrechen: 89 Fälle listete der Staatsanwalt zwischen 21. Juni und 30. August 2019 auf, 35 Fälle blieben beim Versuch. Die Tatorte, großteils Firmengebäude, finden sich quer verteilt in ganz Österreich. Dabei hätte der Angeklagte ein unbefristetes Aufenthaltsverbot in Österreich. Er legte ein Geständnis ab. Die Richterin sprach die Höchststrafe für gewerbsmäßig schweren Einbruchsdiebstahl aus: fünf Jahre Haft. Das Urteil nahm der Tscheche an.

Der Serien-Einbrecher (51) zeigte sich zu den Vorwürfen umfassend geständig, er trug auch zu den Ermittlungen bei. „Warum gehen sie immer wieder einbrechen“, fragte Richterin Bettina Maxones-Kurkowski. Eine richtige Antwort konnte er aber nicht geben: „Ich tue es mein ganzes Leben schon“, sagte er mit Akzent. Jahre verbrachte er deswegen schon hinter Gefängnismauern. Staatsanwalt Alexander Winkler fragt laut, was die Justiz da machen solle: „Wenn er wieder enthaftet wird, dann geht er wieder nach Österreich und macht dort weiter, wo er aufgehört hat.“ Deshalb fordert Winkler eine Strafe im Höchstbereich - beim angeklagten Delikt gilt ein Strafrahmen von einem halben Jahr bis zu fünf Jahre. Dem folgte auch die Richterin und verkündete fünf Jahre Freiheitsstrafe. Eine „notwendige“ Strafe, da der brillentragende Kriminelle im Rückfall ist. „Ich akzeptiere“, nahm er das Urteil an. 

Antonio Lovric
Antonio Lovric
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