02.03.2020 09:00 |

Ausstellung in Tirol

Wie der Euro sein Gesicht bekommen hat

Eine blaue Eule auf dem 20-Euro-Schein oder ein gelb-roter Hintergrund mit Blütenranken? So hätte der Euro durchaus aussehen können. Verschiedene Entwürfe sind aktuell im Innsbrucker Sitz der Österreichischen Nationalbank (OeNB) zu sehen. Ein ganzes Jahr lang können sie von den Besuchern noch bestaunt werden

Seit 25 Jahren ist Österreich Teil der Europäischen Union, das hat die OeNB zum Anlass für die Ausstellung „EUROpa VISION“ genommen. Bis zur Einführung der gemeinsamen Währung als Buchgeld im Jahre 1999 hat es „einige Zeit gebraucht“, wirft der damalige EU-Landwirtschaftskommissar Franz Fischler einen Blick zurück.

44 Vorschläge aus vielen Ländern
Im Jänner 2002 kamen dann auch aus dem Geldautomaten die neuen Scheine, deren Gestaltung auf einen Österreicher zurückgeht: Robert Kalina, Mitarbeiter der OeNB, entwarf das Design mit den Brücken und Toren. 44 Vorschläge aus verschiedenen Ländern trafen ein. Kalina konnte sich erfolgreich durchsetzen.

Sehr frühe Ideen für eine „Weltwährung“
Neben einigen dieser Entwürfe zeigt die Ausstellung auch frühe Versuche, eine überregionale Währung einzuführen. Bereits im 19. Jahrhundert führten Frankreich, Belgien, Italien und die Schweiz gemeinsam den Franken ein. Österreich und Griechenland schlossen sich später an und sogar in den USA gab es Interessenten – bloß waren die Kongress-Abgeordneten nicht von einer transatlantischen Währung zu überzeugen. So landeten die ihnen geschenkten „Stella“-Münzen als Schmuck in der Washingtoner Halbwelt – und in einer Vitrine der OeNB.

Eine weitere Besonderheit der Ausstellung ist eine Münze, die Kaiser Maximilian zu Repräsentationszwecken prägen ließ: Sie ist die älteste bekannte Münze mit der Aufschrift „Europa“. Noch bis Februar 2021 sind die Ausstellungsstücke zu sehen.

Charlotte Rüggeberg, Kronen Zeitung

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