17.07.2010 19:04 |

"Assinger-Watsche"

Urlauber blüht in seiner Heimat ein Disziplinarverfahren

Nicht nur bei Österreichs Radsport-Freunden gibt's dieser Tage lediglich ein Thema: Armin Assingers "Trainingsfahrt" am Wörther See - und die Watsche, die der Moderator (zur Erheiterung so mancher) von einem Urlauber eingefangen hat. Noch sind viele Fragen offen; doch sie sind entscheidend für die Folgen des Vorfalles.

"Was bringt ausgerechnet einen Polizisten dazu, derart auszurasten?", fragen sich viele. Denn der gebürtige Holländer, der in Deutschland Dienst versieht, muss als Gesetzeshüter ja wissen, dass ein tätlicher Angriff schwerwiegende Folgen haben kann - bis hin zu einem Disziplinarverfahren. Und die Geschichte vom "Vakantieganger", der in "Oostenrijk" einem bekannten Ex-Skifahrer und Fernsehmoderator (und ebenfalls Polizisten) "een klap" gegeben hat, macht auch in der Heimat des 42-Jährigen bereits Schlagzeilen.

An jener Stelle (Bild), wo es am Donnerstagvormittag zu dem Vorfall gekommen ist, fahren ständig Radler auf der Hauptstraße - einen Radweg gibt's dort zwar, doch ist er extrem schmal. Und viele radeln nebeneinander, so wie Assinger und sein Freund, die beide in einem Wörthersee-Resort Ferienappartements besitzen, und das Rennrad als Trainingsgerät nutzen.

Anwalt überredete Assinger zu Anzeige
Assinger wurde übrigens von seinem Anwalt überhaupt erst dazu gebracht, den Vorfall anzuzeigen und im Krankenhaus die Jochbein- und Kieferprellung diagnostizieren zu lassen. In einem Verfahren muss geklärt werden, was dem Faustschlag vorausgegangen ist - welche Taten, welche Worte, welche Gesten.

Nebeneinander herfahrende Radler müsste nämlich gerade ein Holländer von zu Hause bestens kennen - und auch deren Vorlieben und Eigenheiten. In den Niederlanden haben Pedalritter alle Rechte und Autofahrer immer Nachrang.

von Hannes Wallner und Klaus Loibnegger, Kronen Zeitung
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