26.02.2020 11:10 |

25 Jahre Rote Nasen

Von der wunderbaren Macht des Humors

Am Dienstag gab es für die Clowndoktoren der Roten Nasen nicht nur den Fasching, sondern auch ihr 25-jähriges Jubiläum zu feiern. Dabei konnten sie auf eine erfolgreiche Geschichte zurückblicken: Alleine in der Steiermark besuchten sie seit ihrer Gründung etwa 550.000 Patienten. Eines wird sofort deutlich: Dort wo die Clowns sind, wird gelacht.

,,Erst musste ich mehrere Jahre wachsen, in der Baumschule. Dann habe ich mich entwurzelt.’’ So sieht die Ausbildung der Clowndoktoren aus, zumindest wenn man einen von den 18 steirischen Clowns der Roten Nasen fragt. Tatsächlich gehört allerdings doch ein bisschen mehr zu dem Job dazu, der die Augen von Kindern und Erwachsenen mittlerweile seit über 25 Jahren zum Leuchten bringt: Alle Clowns müssen eine künstlerische Ausbildung absolviert haben, soziales Engagement und Einfühlungsvermögen sind unabdinglich. Zudem erfordert die Arbeit mit Patienten medizinisches Grundwissen. Die Kombination aus Talent, Leidenschaft und spezielle Workshops ergibt eine Formel, die es über die österreichischen Grenzen hinaus geschafft hat: In zehn Ländern werden jährlich insgesamt 600.000 Menschen besucht.

Eine Sonderbriefmarke für die Roten Nasen
Grund genug zu feiern. Und zwar in den Geriatrischen Gesundheitszentren in Graz, mit dabei ist auch ihr Geschäftsführer Gerd Hartinger: ,,Ich hatte erst Bedenken, dass sich ältere Menschen durch die Clowns veralbert fühlen könnten. Aber das Gegenteil ist der Fall!’’ Die Gründerin der Roten Nasen, Monica Culen, freut sich: ,,Es ist schön, dass wir die wunderbare Macht des Humors in die Welt hinaustragen können." Anlässlich des Jubiläums sind zudem Vertreter der Österreichischen Post vor Ort, die eine Rote Nasen-Sonderbriefmarke präsentierten. Auch Landesrätin Juliane Bogner-Strauß ist zugegen: ,,Ich finde diese Aktion großartig. Wir haben ja nicht so viel zu lachen in der Politik.’’ 

Damit das Lachen nicht im Hals stecken bleibt
Wie gut die Clowns bei den Patienten ankommen, beweist eine Visite in einem Hospiz. Man könnte meinen, die Stimmung sei hier bedrückt, doch weit gefehlt: Die Räume sind festlich geschmückt, selbstgemachte Krapfen stehen bereit und es wird gescherzt, musiziert und gesungen. Niemand scheint schlecht gelaunt zu sein. Auch der Leiter der Station, Erwin Horst Pilgram, weiß um die positive Wirkung von Humor: ,,Die Roten Nasen ermöglichen den Menschen, auf etwas anderes zu schauen, als nur auf ihre Probleme. Sie sind auch für das Personal da, damit ihnen das Lachen nicht im Hals stecken bleibt.“

Julian Strassegger
Julian Strassegger
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