23.02.2020 06:30 |

In der Steiermark

E-Autos geht nicht mehr so leicht der Saft aus

Die Elektromobilität nimmt immer mehr Fahrt auf: In der Steiermark gibt es bereits 1400 Strom-Tankstellen. Mehrere Millionen Euro sind in den letzten Jahren den Ausbau der Infrastruktur investiert worden. Und weitere Standorte sind bereits in Planung.

Vor nicht allzu langer Zeit waren sie noch eine Seltenheit, heutzutage sieht man viele herumdüsen: Einige tausend Elektroautos gibt es mittlerweile in der Steiermark (Anfang 2019 waren es ganz genau 3188, davon 1073 alleine in der Landeshauptstadt).

E-Autos haben ihre Vorteile. Sie sind umweltfreundlicher. Das Parken ist in Graz gratis. Und man fährt mit ihnen günstiger. Zum Vergleich: Der VW e-up! verbraucht auf 100 Kilometer 2,30 Euro, der VW-up!-Benziner sieben Euro - also mehr als das Dreifache. Was viele Leute aber lange davon abhielt, ein E-Auto zu kaufen, war die geringe Reichweite - und dass es zu wenig Ladestationen gab. Das war schlichtweg unpraktisch.

Landesweit schon 1400 Stromtankstellen
Da hat sich aber einiges geändert. Derzeit gibt es steiermarkweit rund 1400 Strom-Tankstellen. „Kein Steirer ist mehr als 15 Kilometer von der nächsten Ladestation entfernt“, sagen die Vorstände der Energie Steiermark, Christian Purrer und Martin Graf.

Der Stromkonzern ist der größte E-Tankstellenbetreiber des Landes. Er hat seine Infrastruktur massiv ausgebaut: Waren es im Jahr 2018 noch 500 Ladestationen, so sind es aktuell bereits mehr als 800. 30 davon sind Schnellladestationen. Dort dauert einmal Volltanken nur 30 Minuten.

Infrastruktur im Raum Graz wird ausgebaut
In Summe hat der steirische Energieversorger in den vergangenen Jahren ganze 3,5 Millionen Euro investiert. „Und wir werden weitere 1,5 Millionen in die Hand nehmen, um die Infrastruktur im Großraum Graz auszubauen“, kündigen Purrer und Graf an. Dort sei der Bedarf am größten. Von zusätzlichen 120 Ladestationen ist die Rede.

Strom tanken kann man auch bei Stadtwerken (jene in Graz betreiben neun Standorte - siehe links unten), kleinen Stromunternehmen wie dem E-Werk Sigl, Handelsketten sowie Hotels. Und: Der US-Elektroautobauer Tesla hat in Graz-Messendorf eine Schnellladestation errichtet.

Standorte an der Autobahn
Natürlich gibt es auch an der Autobahn E-Tankstellen: in der Steiermark bei den Raststationen Kaiserwald, Deutschfeistritz, Kammern und Loipersdorf. Weitere befinden sich in Schottwien und Zöbern, also direkt nach der Bundeslandgrenze (siehe Grafik auf der linken Seite).

Und es könnten auch hier schon bald weitere dazukommen: „Wir evaluieren die Nutzung der Ladestationen laufend, bei steigendem Bedarf wird weiter ausgebaut“, sagt Bernhard Hintermayer, der beim Autobahnbetreiber Asfinag für den Bereich zuständig ist.

Ernst Grabenwarter
Ernst Grabenwarter
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