Ermittlungen laufen

Kontrollen in Ei-Betrieb waren bisher unauffällig

Amtliche Proben und Revisionen beim unter Betrugsverdacht stehenden eierverarbeitenden Betrieb in Niederösterreich haben in den vergangenen beiden Jahren keinen Zweifel an der Lebensmittelsicherheit aufkommen lassen. Von den kolportierten Missständen hatte die Kontrollbehörde am 16. Dezember 2019 erfahren. Danach sei seitens der Staatsanwaltschaft und Polizei angeordnet worden, Tätigkeiten zu unterlassen, um die Ermittlungen nicht zu behindern oder zu erschweren, teilte die Abteilung für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle mit. Das betroffene Unternehmen selbst gab weiter keine Stellungnahme zu den Vorwürfen ab.

Gemäß nationalem Kontrollplan seien Eiproduktehersteller einmal jährlich zu überprüfen. Dies entspreche der höchsten Kategorie, wurde in einer ergänzenden Stellungnahme der Abteilung für Veterinärangelegenheiten und Lebensmittelkontrolle des Landes Niederösterreich betont. Diese Vorgabe sei „selbstverständlich eingehalten“ und im konkreten Fall „sogar übererfüllt“ worden, teilte das Büro des für Lebensmittelkontrolle zuständigen LHStv. Franz Schnabl (SPÖ) am Freitag mit. Es gab bei dem Betrieb also mehr als eine Kontrolle pro Jahr.

„Eier haben keine Geheimnisse“
Seitens der Firma wurde auch am Freitag keine Stellungnahme zu den Vorwürfen abgegeben. Angaben hinsichtlich Qualität und Verarbeitung finden sich dafür im Internet-Auftritt des Unternehmens. „Unsere Eier haben keine Geheimnisse - sie kommen aus ganz Europa, werden unter Berücksichtigung höchster Qualitätsstandards verarbeitet und perfekt für Sie vorbereitet“, heißt es dort.

Weiters wird angeführt, dass die Flüssigeiprodukte ausschließlich aus Hühnereiern kontrollierter Betriebe hergestellt würden. „Wir sind ISO- und Bio-zertifiziert und gewährleisten Produktstandards, die weit über dem Lebensmittel-Codex liegen.“ Auf der Unternehmenshomepage wird darauf verwiesen, dass der Betrieb zu einem Unternehmen mit Sitz in den Niederlanden gehöre.

Ermittlungen laufen
Ins Rollen gebracht hatte den Fall die Anzeige eines Privatdetektivs aus Oberösterreich. Dieser hatte Fotos, Unterlagen und Videomaterial gesammelt und Medien zugespielt. Eier minderer Qualität sollen verwendet und nicht korrekt deklariert worden sein, sogar von Maden- und Schimmelbefall ist die Rede. Die Staatsanwaltschaft St. Pölten hat Ermittlungen wegen Betrugs aufgenommen.

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