Nach Deckeneinsturz

Hauseigentümer verantwortlich für die Sicherheit

Steiermark
05.07.2010 16:03
Unverletzt hat ein 91-jähriger Grazer am Sonntag - wie berichtet - einen Deckeneinsturz überlebt. Neun Tonnen Schutt waren neben dem Bett des Pensionisten zu Boden gedonnert. Jetzt ist der Hauseigentümer am Zug. Er bekam von der Baubehörde den Auftrag, mit Hilfe eines Gutachters Art und Umfang des Gebrechens festzustellen.

"Der Eigentümer war selber hoch erschrocken und überrascht", erzählt Friedrich Wolf von der Grazer Bau- und Anlagenbehörde, habe er doch schon einiges in die Sanierung des Altbaus am Kaiser-Josef-Platz investiert - etwa neue Leitungen und Wasserrohre.

"Einzelfall"
Laut Wolf trage nämlich jeder Hauseigentümer für die Instandhaltung selbst die Verantwortung. Man gehe hier von einem Einzelfall aus. "Dass es so plötzlich passiert, ist ungewöhnlich. Normalerweise wölbt sich die Decke, man sieht Feuchtigkeit oder Sprünge." Das wären alles Anzeihen, dass etwas statisch nicht in Ordnung ist. "Aber von außen war für den Eigentümer nichts ersichtlich."

Jetzt wird ein Gutachter klären, ob und in welchen Umfang die Evakuierung des 91-Jährigen und seiner sieben Nachbarn rückgängig gemacht werden kann. Anschließend wird die Baupolizei über weitere Maßnahmen entscheiden, ehe von der Behörde ein Instandsetzungsauftrag ergeht.

von Eva Molitschnig, "Steirerkrone"

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