Tiere in Notquartieren

Pferde nicht genug betreut: Behörden am Zug

Ein zumindest vorübergehendes Happy End gibt es für fünf beschlagnahmte Pferde im Bezirk Zwettl, deren Besitzerin sich nicht um sie gekümmert haben soll. Der Kremser Tierschutzverein organisierte Übergangsquartiere für das Quintett. Dort können die Rösser bleiben, bis in zwei Monaten klar ist, wie es mit ihnen weitergeht.

„Es ist gut, dass dort endlich etwas unternommen wird.“ Die Reaktionen auf die behördliche Beschlagnahmung von drei Pferden und zwei Ponys - die „Krone“ berichtete - in einer Gemeinde im Bezirk Zwettl sind eindeutig. Denn dort hat sich längst herumgesprochen, dass sich die Besitzerin nicht mehr um die Tiere gekümmert haben soll. Eine Verwandte habe das stattdessen übernommen. Doch die Frau konnte die dafür notwendige Zeit nicht mehr aufbringen und schlug kürzlich selbst bei der Behörde Alarm - und diese ließ die Tiere beschlagnahmen. Der Kremser Tierschutzverein stand somit vor der schwierigen Aufgabe, ein vorübergehendes Quartier in der Nähe zu finden. „Zum Glück ist uns das gelungen, die Hilfsbereitschaft war sehr groß“, erzählt Nina Zinn-Zinnenburg der „Krone“.

Die Pferde werden auf zwei Plätze aufgeteilt, wo es nun „Bitte warten“ heißt. Denn die Zukunft der Tiere, deren Zustand den Umständen entsprechend gut sein soll, ist aktuell noch ungewiss. „Die Besitzerin hat nun zwei Monate Zeit zu beweisen, dass sie in Zukunft für die Tiere aufkommen wird“, erklärt Zinn-Zinnenburg. Es ist also durchaus möglich, dass die Pferde zurück in ihren Stall kommen. Glauben möchte Zinn-Zinnenburg aber nicht daran, zumal in der Vergangenheit schon einmal gegen die Besitzerin ermittelt worden sein soll - ebenfalls aufgrund von vernachlässigten Pferden. Kommen die Tiere nicht zurück, beginnt die Herbergssuche erneut - dann sollte es aber eine dauerhafte Bleibe sein ...

Thomas Werth, Kronen Zeitung

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