09.01.2020 09:00 |

Vorschau

Innsbrucker Vierer-Koalition heuer ohne Wow-Effekt

Nach einem turbulenten Jahr 2019 stellt sich nun folgende Frage: Macht es die Innsbrucker Stadtregierung in diesem Jahr besser?

Hält die Innsbrucker Stadtregierung bis zum regulären Wahltermin im Jahr 2024 durch oder fliegt sie vorher mit einem Feuerwerk in die Luft, wie es Innsbruck bis jetzt noch nicht gesehen hat? Die Stimmung im Vorjahr war ja, was die koalitionäre Harmonie betrifft, etwas „explosiv“!

„Eine sinnvolle Vernunftehe“
Beim Versuch, gute Vorsätze für das neue Jahr zu formulieren, tat sich die Vierer-Koalition gestern eher schwer. Man pflege ein „professionelles Miteinander in Sachfragen“, erklärte etwa der Erste Vize-BM Franz X. Gruber (VP). „Eine sinnvolle Vernunftehe“ erkannte StR Elisabeth Mayr (SPÖ), eine „Kommune“ scherzhaft die grüne 2. Vize-BM Uschi Schwarzl. „Wenn’s einmal lauter oder leiser kracht, dann gehört das dazu“, sagte sie.

2020 wird jedenfalls laut. Es wird nämlich ein „Baujahr“, wie BM Georg Willi erklärte. Der leidgeprüfte Innsbrucker wird sagen: „Nicht schon wieder!“ Es wird aber nicht wieder verstärkt Hauptverkehrsrouten durch die Stadt betreffen, versuchte Verkehrs-Stadträtin Schwarzl zu beruhigen. „Baustellen gibt es nicht aus Bosheit oder Jux und Tollerei, sondern aus Notwendigkeit, die Infrastruktur gut in Schuss zu halten. “

„Das große eine Projelt mit dem Wow-Effekt fehlt“
Die Koalition präsentierte eine Fülle von Einzelvorhaben in allen Ressorts. „Allerdings fehlt das große eine Projekt mit dem Wow-Effekt“, das gab auch BM Willi unumwunden zu. „Verwalten statt gestalten“, diese Einschätzung wollte er allerdings auch nicht auf sich sitzen lassen: „Mit diesem Vorwurf kann ich jetzt langsam gar nichts mehr anfangen. Die Leute wünschen sich Veränderung, aber zu viel ist auch wieder nix. Den richtigen Mittelweg zu finden zwischen Dynamik und Stillstand ist schwierig!“

„Wir gehören zu den lebenswertesten und dynamischsten Städten Europas. Dann wird ja wohl alles nicht so schlecht sein!“, sagte Gruber. Zum Schluss noch etwas Statistik: Von 280 im Koalitionsabkommen vereinbarten Vorhaben sind 74 umgesetzt, 167 in Arbeit und 39 noch offen.

Philipp Neuner
Philipp Neuner
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