Neue Landjugend-Chefin

„Ehrenamt ist heute nicht mehr selbstverständlich“

Theresa Neubauer (22) aus Weißkirchen an der Traun ist seit dem vergangenen Wochenende neue Landesleiterin der Landjugend Oberösterreich. Gemeinsam mit ihrem männlichen Partner Daniel Aichinger-Biermair leitet sie nun die Geschicke der Organisation. „Das Ehrenamt ist leider nicht mehr selbstverständlich“, bedauert Neubauer.

„Krone“: Gratulation zu Ihrer neuen Rolle als Landesleiterin der Landjugend Oberösterreich.
Theresa Neubauer: Danke, seit Samstag ist es jetzt auch endlich offiziell. Die Wahl zur Landesleiterin war bereits im Herbst. Bei der Landesversammlung in Ried wurde jetzt alles fixiert.

„Krone“: Wie lange stehen Sie jetzt an der Spitze der Landjugend?
Neubauer: Wir haben keine fixen Perioden, grundsätzlich wird aber alle zwei Jahre gewählt. Ich bin aber nicht allein. Wir haben eine partnerschaftliche Führung mit meinem Kollegen Daniel Aichinger-Biermair.

„Krone“:Was fasziniert Sie so an der Landjugend?
Neubauer: Bereits mein Papa war zu seiner Zeit Ortsgruppenleiter. Mein älterer Bruder hat mich dann zu einem Treffen mitgenommen. Danach bin ich immer mehr hineingewachsen. Mich hat es von Anfang an fasziniert, wie sich junge Leute freiwillig neben der Schule weiterbilden. Auch am Samstag werden die Workshops gut besucht.

„Krone“: Welche Projekte stehen heuer am Programm?
Neubauer: Wir haben jedes Jahr ein anderes Thema, heuer ist es „Fit und g’sund mit gutem Grund“. Mir ist es wichtig, dass sich die Jungen mit Sport und gesunder Ernährung auseinandersetzen. Bei unserem „Tatort Jugend Projekte“ gestalten die einzelnen Landjugend-Gruppen immer etwas Nachhaltiges für die Gemeinde. Da fällt uns auch heuer bestimmt etwas Sinnvolles ein.

„Krone“: Wie viele Mitglieder haben Sie jetzt zu betreuen?
Neubauer: In Oberösterreich sind es 22.000 Jugendliche in 218 Gruppen. Man merkt aber, dass das Ehrenamt nicht mehr selbstverständlich ist. In einer solchen Gemeinschaft kann man aber viel erreichen. Es ist auch für die Eltern ein schönes Gefühl, weil sie wissen, dass die Kinder einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen.

Interview: Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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Montag, 30. März 2020
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