Für sozial Bedürftige

Kommunisten geben 185.000 Euro von ihren Gehältern

Steiermark
27.12.2019 17:58
Porträt von Gerhard Felbinger
Von Gerhard Felbinger

Die Landtagsabgeordneten und Stadträte der steirische Kommunisten behalten nur einen Teil des Gehalts. Mit dem Rest werden bedürftige Steirer unterstützt. Nun liegt die Bilanz für 2019 vor: Fast 185.000 Euro wurden vergeben.

Es war ein viel strapaziertes Zitat, aber nirgendwo passt es besser als hier: Tue Gutes und rede darüber! Das machen die steirischen Kommunisten traditionell zum Jahresende, ihren „Tag der offenen Konten“ zelebrierten sie heuer bereits zum 22. Mal. Und neuerlich dürfen sich Menschen, die es dringend brauchen, über einen Rekord freuen.

„Mehr braucht es nicht für ein gutes Leben“
Es sind genau 184.929,80 Euro, die von den dunkelroten Landespolitikern Claudia Klimt-Weithaler und Werner Murgg sowie den Grazer Stadträten Elke Kahr und Robert Krotzer im laufenden Jahr in einen Spendentopf gegeben wurden. Denn, und das ist sicher mit ein Grund für die Erfolge der KP in der Steiermark und deren Landeshauptstadt, alles über 2300 Euro netto liefert das Quartett ab. Treffendes Zitat: „Mehr braucht’s nicht für ein gutes Leben...“

Der große Rest geht eben in den Topf, aus dem für Menschen, die (fast) nix mehr haben, unter anderem Kautionen, die Reparatur von Haushaltsgeräten, Strom- und Heizkosten, Mieten oder Kleidung und Gesundheitsausgaben bezahlt werden.

Start vor 21 Jahren
Seit der legendäre Ernest Kaltenegger, heuer übrigens 70 Jahre alt geworden, die Aktion 1998 ins Leben gerufen hat, sind insgesamt bereits 2,3 Millionen und ein paar Zerquetschte zusammen gekommen. Großartig!

Alleine in den Jahren 2015 bis 2019 haben die vier Mandatare 722.300 Euro von ihren Gehältern abgeliefert, knapp 7000 Menschen in Not haben davon profitiert.

11.300 Euro für Klubchefin
Apropos Einkommen: Klubchefs im Landtag - wie Claudia Klimt-Weithaler - haben aktuell Anspruch auf etwa 11.300 Euro, Landtagsabgeordnete (wie Werner Murgg) auf 5900 Euro und Grazer Stadträte (Elke Kahr und Robert Krotzer) auf circa 10.900 Euro. Wie gesagt, nehmen tun die Kommunisten 2300 Euro netto und keinen Cent mehr.

Ist die Politik abgehoben?
Und eine kleine Watschn für den Mitbewerb setzt es natürlich auch. Die Politik sei mittlerweile - nicht zuletzt durch die hohen Gagen - von der Lebensrealität mehr als weit weg. „Die meisten können nicht mehr nachvollziehen, was es heißt, wenn eine Waschmaschine kaputt ist oder der Kühlschrank nimmer tut“, argumentiert Klimt-Weithaler. Mittlerweile gibt’s übrigens auch Sprechstunden in den Bezirken: „Weil sich viele Menschen mit sehr kleinen Einkommen auch die Fahrt nach Graz einfach nicht mehr leisten können.“ Und die Dunkelroten versichern: „Auch 2020 gibt’s die Spenden und den ,Tag der offenen Konten‘ wieder.“ Recht so!

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