425 steirische Unternehmen haben laut dem Kreditschutzverband 1870 im ersten Halbjahr 2010 Insolvenz angemeldet. "Das sind um 16 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres", so Alfred Woschitz vom KSV. "2.055 Arbeitnehmer hat's aber leider erwischt."
355 Millionen Euro Schulden
Enorme Schuldenberge haben sich im Sog der Insolvenzen (die größte war jene der U.E.G.-A.D.L.-Gruppe in Graz) aufgetürmt: Die Gesamtverschuldung ist um 13 Prozent auf rekordverdächtige 355 Millionen Euro explodiert. Unter die Räder ist dabei gar nicht so sehr die Autobranche gekommen, sondern vielmehr die Land- und Forstwirtschaft (um ein Drittel mehr Konkurse) sowie das Maschinen- und Metallgewerbe.
Um 14,5 Prozent mehr Privatkonkurse
Alles andere als ungeschoren sind auch viele Privathaushalte davongekommen: 348 Schuldenregulierungsverfahren - um stolze 14,5 Prozent mehr als vergangenes Jahr - wurden heuer bereits eröffnet. Warum konnte es überhaupt so weit kommen, Herr Woschitz? "80 Prozent der Fälle sind hausgemacht, vor allem betriebswirtschaftliche Mängel und fehlendes Kapital waren schuld." Zum weinenden Auge gehört aber auch ein lachendes: "Insgesamt ist die Entwicklung doch positiv."
von Gerald Schwaiger ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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