Prüfung gefordert

Konto-Debatte um Stadtchef

Schwere Anschuldigungen erheben die Freiheitlichen gegen Robert Altschach, VP-Bürgermeister in Waidhofen an der Thaya. Er soll seit mehreren Jahren illegale Zahlungen von seinem Repräsentationskonto aus getätigt haben. Der Ortschef selbst bringt Licht hinter die Kontobewegungen und nimmt die Attacke gelassen.

Von besinnlicher Weihnachtsstimmung fehlt selbst im idyllischen Waldviertel derzeit jede Spur. Stattdessen erhitzt der Gemeinderatswahlkampf auch im kalten Norden die Gemüter. So gerät in Waidhofen an der Thaya nun VP-Stadtchef Robert Altschach unter Druck.

Nach einer Aufsichtsbeschwerde, eingebracht vom dortigen Vizebürgermeister und FP-Landesrat Gottfried Waldhäusl, musste Altschach bereits im August rund 11.600 Euro von seinem privaten Konto an die Gemeinde zurückzahlen. Von seinem Repräsentationskonto aus hatte er Subventionen vergeben, ohne sich dafür vorher die Genehmigung des Gemeinderats geholt zu haben. „Ein Irrtum“, wie Altschach bereits einräumte.

„Diese nicht gesetzeskonforme Vorgangsweise wurde schon in den Jahren 2015, 2016 und 2017 praktiziert“, ist FP- Kommunalsprecher Dieter Dorner alarmiert. Eben darüber sei die Behörde laut Dorner informiert. Nun stellte man eine Anfrage an Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko. Er soll die Causa „endlich prüfen“.

Einer Prüfung blickt der Bürgermeister jedenfalls gelassen entgegen. „Da lachen ja die Hühner. Ich habe mich nie auch nur mit einem Euro persönlich bereichert. Die Freiheitlichen wollen nur von den eigenen Spesenskandalen ablenken“, so Altschach und erklärt das Finanz-Dilemma: „Sie wollen, dass ich beispielsweise bei der Heldenehrung bei uns im Ort erst den Gemeinderat fragen muss, ob ich die Blasmusik bezahlen darf. Aber das ist doch gängige Praxis.“

Nikolaus Frings, Kronen Zeitung

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