In der Murmetropole wurden vergangenes Jahr 4,2 Millionen Euro für Hochwasserschutz-Maßnahmen in die Hand genommen (Rückhaltebecken Mariatrosterbach, Linearmaßnahmen am Schöcklbach); heuer werden es 4,5 Millionen sein, in den kommenden fünf Jahren 60 Millionen.
"Tun alles, was in unserer Macht steht"
Die Maßnahmen 2010: Linearmaßnahmen am Andritzbach, Rückhaltebecken Bründlbach, Ausbau des Petersbaches. Und auch mit dem Bau des Rückhaltebeckens in Weinitzen soll noch heuer begonnen werden. Man habe aus den Ereignissen des vergangenen Sommers Lehren gezogen, so Landesrat Johann Seitinger (ÖVP) am Dienstag: "Wir tun alles, was in unserer Macht steht, um einen zügigen Ausbau von Hochwasserschutz zu gewährleisten!"
Seitinger: Kommunen müssen mithelfen
In vielen steirischen Gemeinden wartet man allerdings seit Jahren auf Maßnahmen, die die Bewohner vor den zerstörerischen Wassermassen schützen. Seitinger betonte, dass nicht alles von Bund und Land abhängen kann: "21,3 Millionen Euro verbaut im laufenden Jahr der Bund, weitere 17 Millionen kommen vom Land. Mehr geht im Moment nicht. Deshalb muss auch an die Eigeninitiative der Steirer beziehungsweise an die einzelnen Kommunen appelliert werden."
Gerade letzterer Punkt ist in Zeiten wie diesen freilich heikel: "Wir haben nicht einmal mehr das Geld, um unsere desolaten Straßen herzurichten. Die Finanzierung eines Hochwasserschutzes ist im Moment einfach unmöglich", klagte ein betroffener Bürgermeister der "Steirerkrone".
von Ernst Grabenwarter, Barbara Winkler ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.