'Kids' mobbten Lehrer

Virtuelle Drohung auf Facebook endet vor realem Gericht

Steiermark
22.06.2010 09:44
Im Facebook, der virtuellen Plattform für Befindlich- und Eitelkeiten, findet man neben Gescheitem durchaus Blödes: Wie den Eintrag zweier Jugendlicher, die ihren Lehrer "am liebsten umbringen" würden. Das brachte zwar keine "Daumen hoch"-Klicks als Zustimmung, dafür aber ein Disziplinar- und Gerichtsverfahren in Leoben - und 120 Stunden gemeinnützige Arbeit sowie einen Schulverweis.

Der Pädagoge fühlte sich bedroht - möglicherweise zu Recht. Zumindest reichte das "Versetzen in Furcht und Unruhe" strafrechtlich aus, um die beiden 17-jährigen Burschen vor den Kadi zu zerren.

"Er soll verrecken"
Sie waren allerdings auch nicht zimperlich: "Er soll verrecken, die dumme Sau", stand da in den Einträgen der beiden für den umfangreichen Freundeskreis zu lesen. "Er soll sich auf die 5. Stunde freuen", und "Morgen wird er zsammghaut".

Die als gewaltbereit bekannten Schüler mussten nicht nur die Schule verlassen, sondern jetzt auch 120 Stunden gemeinnützige Leistung im sozialen Dienst bei Rettung, Feuerwehr und im Altenheim abdienen. Richterin Anzenberger: "Sie müssen spüren, dass das, was sie gemacht haben, nicht richtig ist."

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