13.12.2019 13:10 |

Kein Weltraumschrott

Pucher stellt Treibstofftanks für Satelliten her

Wie eine Seifenblase, die zerplatzt und von der nichts mehr übrig bleibt – so kann man sich die Anforderungen an die Treibstofftanks vorstellen, die Dieter Grebner aus Puch bei Hallein für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) entwickelt. Das Prestigeprojekt läuft erst seit Juni, getüftelt wird im oberösterreichischen Holzhausen.

Als Spezialist für Leichtbauteile ist Peak Technology gefragt, liefert an Teams in der Formel 1, aber auch an Hubschrauber-Hersteller. Nun scheint der Pucher Firmengründer Dieter Grebner so richtig abzuheben: Er entwickelt für die Europäische Weltraumorganisation (ESA) Tanks, die bei der neuen Satelliten-Generation zum Einsatz kommen!

„Der Treibstofftank, den wir bauen, soll sich beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre auflösen“, erzählt Grebner, „Weltraumschrott ist tabu, nichts darf auf der Erde landen.“

Gut zwei Jahre tüftelte seine Peak Technology gemeinsam mit dem Österreichischen Gießerei Institut in Leoben und der Hyperschall Technologie Göttingen GmbH an dem Projekt. Die Struktur der Tanks wird aus Kohlefaser gefertigt, bei der Innenschicht kommt Aluminium zum Einsatz. „Ende 2020 dürften die ersten Treibstofftanks die Reise antreten. Möglicherweise an der Ariane 5 oder 6“, so Grebner. Zur Stützung der Internet-Infrastruktur werden in den nächsten Jahren mehrere Tausend solcher Satelliten 300 bis 700 Kilometer über die Erdoberfläche gebracht.

Grebner sieht Potenzial: „Speziell dieses Gebiet hat enorme Wachstumschancen. Wichtig wäre, dass Österreich künftig mehr Budget für die ESA bereitstellt, um bei der Entwicklung vorne mit dabei zu sein.“

B. Kneidinger/V.Seebacher

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