12.12.2019 12:19 |

Aufregung in Siedlung

„Hinrichtung“ entpuppt sich als harmloses Spiel

Kinder hätten eine „Hinrichtung“ gespielt, schlug Anfang der Woche eine Frau im obersteirischen Leoben Alarm. Die Polizei ging dem nach und meldet nun: Es hat sich offenbar nur um ein „Räuber-und-Gendarm-Spiel“ mit bunten Plastikgewehren gehandelt. Beteiligt sollen acht Buben im Alter von sechs bis zwölf Jahren gewesen sein. Am Mittwoch hatte sich die Mutter eines der Buben gemeldet und den Sachverhalt geklärt - die Schüler hatten schon öfters so gespielt.

Laut der Zeugin hätten Jugendliche am 23. November in einer Siedlung in Leoben-Judendorf mit täuschend echt aussehenden Waffen sowie mit Sturmhauben maskiert eine „Hinrichtung“ nachgespielt. Die Frau ist der Polizei nicht bekannt, sie konnte daher auch nicht befragt werden. Auch ging keine Anzeige ein.

Mutter eines Buben meldete sich
Am Mittwoch meldete sich jedoch die Mutter eines betroffenen Buben (11) bei der Polizei Leoben, um den Sachverhalt zu klären. In der Folge wurden alle acht Schüler aus dem Bezirk und deren Erziehungsberechtigte befragt.

Die Buben gaben übereinstimmend an, wie schon des Öfteren „Räuber und Gendarm“ bzw. Räuber und Polizei auf dem Spielplatz gespielt zu haben. Dabei mussten „Polizisten“ die mit Halloween-Masken verkleideten „Räuber“ verfolgen und mit den Schaumgummigeschossen der bunten, futuristisch aussehenden Spielzeugwaffen beschießen. Erhielt einer der Buben drei „Treffer“, schied dieser aus, kniete sich auf den Boden und hob die Hände.

Passantin schimpfte mit Kindern
Auch erzählten die Buben der Polizei von einer Passantin, die mit ihnen geschimpft hätte. Daraufhin hätten sie ihr Treiben abgebrochen, zwei Spielzeugwaffen in einen Mistkübel geworfen und seien nach Hause gegangen.

Verwaltungs- oder strafrechtliche Tatbestände konnten nicht erhoben werden, teilte die Polizei mit. Der Sachverhalt wird der Jugendwohlfahrt der Bezirkshauptmannschaft Leoben zur weiteren Beurteilung übermittelt.

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