06.12.2019 06:08 |

Politik Inoffiziell

Quotenfrau & Frauenquote im Magistrat

Ein Meilenstein in der Historie des Salzburger Magistrats: eine Frau ganz oben an der Spitze! Quotenfrau oder ein Schritt zur Frauenquote?

Nachdem der alte „Magi“ Martin Floss im Zuge das SWAP-Prozesses schuldig gesprochen und daraufhin mit Nachdruck aus dem Amt gedrängt wurde, ist nun Platz für noch nie Dagewesenes: eine Frau an der Spitze! Christine Fuchs hat sich als Urgestein des Beamtenapparats mehrfach bewährt und ist nun Chefin über die 3000 Mitarbeiter der Landeshauptstadt. Die Personalkommission stellte dafür am Donnerstag die Weichen. Den Posten hat sich Fuchs mit ihrer Erfahrung mehr als verdient, der Jubel unter den Feministinnen ist aber verhalten, ist ihre Zeit im Chefsessel doch – wie bei unserer ersten Bundeskanzlerin – befristet. Fuchs verabschiedet sich schon Ende 2020 in die Pension.

Sie soll nicht die Ausnahme gewesen sein: Die Personalkommission beschloss auch den Frauenförderplan der Stadt Salzburg für die kommenden sechs Jahre. Ziel ist es, dass die Stadt einen Frauenanteil von 50 Prozent für Führungspositionen erreicht.

Für eine geschlechterausgewogene Postenbesetzung setzen sich neuerdings auch die Freiheitlichen ein. Im Kontrollausschuss äußerte FPÖ-Gemeinderat Robert Altbauer seinen Unmut darüber, dass im Beauftragtencenter der Stadt, das vier Mitarbeiterinnen zählt, kein einziger Mann sitzt. „Wo bleibt da die Gleichberechtigung?“, ärgerte sich Altbauer. Geklärt ist inzwischen auch, warum die Integrationsbeauftragte sich den Weisungen des alten „Magis“ und von Bürgermeister Harald Preuner widersetzte: Sie berief sich auf einen Amtsbericht aus Schaden-Zeiten, wonach die Integrationsbeauftragte – damals noch Anja Hagenauer – dem Bürgermeister gegenüber weisungsfrei war.

Magdalena Mistlberger
Magdalena Mistlberger
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