25.11.2019 19:45 |

Wahlkarten ausgezählt

Endergebnis: KPÖ verliert noch ein Mandat an SPÖ

Das Ergebnis der steirischen Landtagswahl vom Sonntag ist komplett. Die am Montag ausgewerteten rund 90.000 Briefwahlstimmen haben den Mandatsstand noch deutlich geändert: SPÖ und Grünen haben jetzt eines mehr als in der Urnenwahl - zulasten von FPÖ und KPÖ. Eine schwarz-grüne Mehrheit gibt es damit aber immer noch nicht.

Laut dem Montagabend veröffentlichten Ergebnis inklusive Briefwahl und Wahlkarten aus „fremden“ Wahlkreisen lautet die Sitzverteilung im nächsten steirischen Landtag: ÖVP 18 (plus 4), SPÖ 12 (minus 3), FPÖ 8 (minus 6), Grüne 6 (plus 3), KPÖ unverändert 2 - und NEOS neu im Landtag mit 2 Mandaten.

Schwarz-Grün geht sich nicht aus
Unverändert blieben damit aber die möglichen Koalitionsvarianten: Anders als im Bund - wo gerade darüber verhandelt wird - haben ÖVP und Grüne (mit zusammen 24 von 48 Mandaten) keine Mehrheit im Landtag. Mit den NEOS als Dritte dabei wären es zwar 26 - aber das ist für eine ohnehin schwierige Dreier-Kombi eine schwache Basis.

Auch ÖVP und FPÖ zusammen hätten jetzt nur mehr 26 Mandate - während ÖVP und SPÖ, wenn sie weiter zusammenbleiben, mit 30 von 48 Mandaten satt abgesichert wären. Eine realistische Koalition ohne den Wahlsieger - die ÖVP mit Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer - gibt es nicht.

ÖVP gewinnt doch Graz
Nichts geändert haben die Briefwähler auch an den Verhältnissen in der Landeshauptstadt: Anders als von den Hochrechnern erwartet, konnte die ÖVP dort durch die Briefwahlauszählung gut zulegen - und somit rückten ihr die Grünen zwar sehr nah (auf 149 Stimmen), aber die ÖVP blieb Erste.

Rekord bei Briefwahlstimmen
Die Briefwahl erreichte den - nach der Rekordzahl von 102.846 Wahlkarten erwarteten - Rekord: 90.333 gültige Stimmen werteten die Bezirkswahlbehörden am Montag noch aus, 90.035 aus der Briefwahl und 298 an in „fremden“ Wahlkreisen abgegebenen Wahlkarten. Sie machten 15 Prozent der gesamten gültigen Stimmen aus.

Die Wahlbeteiligung stieg damit zwar auf 63,46 Prozent. Aber das ist immer noch die schwächste Beteiligung der Zweiten Republik. Erstmals haben heuer keine zwei Drittel der Steirer mehr ihr Wahlrecht genützt. Gegenüber der vorigen Wahl ging die Beteiligung um 4,44 Prozentpunkte zurück.

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