25.11.2019 16:51 |

ÖVP bleibt voran

148 Stimmen Unterschied: Graz ist doch nicht grün

Ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zuletzt war das Wahlergebnis in Graz. Wie gerade bekannt wurde, haben die Wahlkarten nicht gereicht, um die Landeshauptstadt grün einzufärben. Um gerade einmal 149 Stimmen bleibt die ÖVP in Graz stärkste Kraft.

Nach dem Ergebnis von 23,6 Prozent im Jahr 2015 können der Grazer Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer nun doch über den Triumph in der Landeshauptstadt jubeln: Sie haben die Stadt schwarz gefärbt. Wenn auch nur extrem knapp: Die Grünen - in manchen Bezirken hatten sie über 35 Prozent - waren ihnen dicht auf den Fersen. Nur kanpp 150 Stimmen trennen die Partei um Sandra Krautwaschl vom Wahlsieg. Sie kamen auf 25,22 Prozent. 

Grüne verlangen mehr Umweltschutz von Grazer ÖVP
Grünen-Stadträtin Judith Schwentner sieht sich in ihrer Politik bestätigt - vor allem, was die Themen Mobilität und Klimaschutz betrifft. „Dass uns in Graz nur 149 Stimmen von der ÖVP trennen ist für mich ein eindeutiges Zeichen, dass die Menschen dem Klima- und Umweltschutz in der Stadt oberste Priorität einräumen“, heißt es in einer Aussendung. „Wir hoffen, dass der Grazer Bürgermeister dieses Wahlergebnis zum Anlass nimmt, seine Ansätze von Stadtplanung und Mobilitätspolitik zu überdenken. Wenn wir eine zukunftstaugliche Stadt haben wollen, muss sich einiges ändern. Wir brauchen mehr Grün, Vorrang für das Fahrrad und die Straßenbahn und eine kluge Strategie für die wachsende Stadt.“

Nagl beklagt niedrige Wahlbeteiligung
Bürgermeister Nagl ließ in einem Statement Glückwünsche an Hermann Schützenhöfer ausrichten und beklagte die niedrige Wahlbeteiligung: „Gratulation an Hermann Schützenhöfer, der die ÖVP nach vielen Jahren wieder auf Platz 1 bei einer Landtagswahl in Graz geführt hat. Nach der letzten Grazer Gemeinderatswahl, der EU-Wahl und der Nationalratswahl bleibt die ÖVP zum vierten Mal in Serie die Nummer 1 in Graz. Leider ist die Wahlbeteiligung im Vergleich zu den letzten Wahlen noch einmal weiter gesunken. Als Bürgermeister ist es ein klares Ziel von mir, der Politikverdrossenheit entgegenzutreten.

KPÖ bleibt stärker als FPÖ
Die KPÖ konnte durch die Wahlkarten-Stimmen ihren Abstand zur FPÖ noch ausbauen. Sie kommen auf 12,8 Prozent, die Freiheitlichen hingegen nur auf 12,6. Damit liegen die Kommunisten 267 Stimmen vorne und landen auf dem vierten Platz nach ÖVP, Grünen und der SPÖ. Die NEOS um Spitzenkandidaten und Grazer Gemeinderat Niko Swatek liegen mit 8,6 Prozentpunkten auf dem letzten Platz. Sie konnten im Vergleich zu 2015 4,3 Prozentpunkte gewinnen.

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