20.11.2019 11:30 |

15.000 Euro

Wilderer erlegte Hirsch: Kopfgeld ausgesetzt

Die Jäger im Oberländer Gurgltal blasen zum „Halali“ auf einen besonders dreisten Wilderer, der vergangene Woche in Tarrenz im Bereich des Ortsteils Walchenbach einen „Einser-Hirsch“ erlegte, dem toten Tier das Haupt sowie den linken hinteren Schlögel abtrennte und die beiden Teile mit einem Fahrzeug abtransportierte. Zwei Jagdpächter und der Bezirksjägerverband gehen nun in die Offensive und haben eine Belohnung in der Höhe von 15.000 Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Ausforschung und Verurteilung des Wilderers führen.

Zwischen 22 und 2 Uhr krachte in der Nacht auf vergangenen Donnerstag zwischen Tarrenz und der Fraktion „Walchenbach“ eine Büchse. Das Ziel war ein Einser-Hirsch, dem der Wilderer daraufhin das Haupt und den linken hinteren Schlögel abtrennte. „Die Tatzeit kann deshalb eingegrenzt werden, weil davor und danach Jäger unterwegs waren, um in der mondhellen Nacht Wildzählungen durchzuführen. Beim Wildschütz dürfte es sich jedenfalls um einen ganz besonders dreisten Kerl handeln. Es ist schon verwegen, mitten in der hellen Nacht auf einer gut einsehbaren Wiese einen Hirsch zu schießen, das Haupt und einen Schlögel vom Wildbret abzutrennen und danach mit einem Auto abzutransportieren“, betont Bezirksjägermeister Klaus Ruetz.

Es war bereits der zweite gewilderte Hirsch
In der Gegend wurde bereits vor einem Monat ein Hirsch gewildert – es könnte sein, dass es mit der Wilderei in der Vorwoche einen Zusammenhang gibt. „Ich glaube nicht, dass der Wilderer auf gut Glück losgefahren ist, um einen Hirsch zu erlegen. Er dürfte in dem Gebiet vermutlich mehrmals des nächtens auf der Pirsch gewesen sein, um einen für ihn passenden Hirsch auszumachen“, vermutet Ruetz.

15.000 Euro für den entscheidenden Hinweis
15.000 Euro Ergreiferprämie haben zwei Jagdpächter und der Bezirksjägerverband nun ausgelobt. Personen, die zum Tatzeitpunkt oder in den Nächten zuvor in der Gegend verdächtige Wahrnehmungen gemacht haben, sollen sich unbedingt mit der Polizei in Imst ( 059 133- 7100) in Verbindung setzen.

Gebi Schnöll, Kronen Zeitung

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