In der EM-Quali

„Schande!“ Rassismus-Eklat sorgt für Entsetzen

Rumäniens Fans sind am Freitagabend in der EM-Qualifikation neuerlich mit rassistischem Verhalten negativ aufgefallen. Schwedens Offensivspieler Alexander Isak musste beim 2:0-Auswärtserfolg in Bukarest einige unangenehme Rufe hinnehmen. Zudem wurde auch ein Golfball in seine Richtung geworfen.

Wieder einmal sorgen rassistische Beleidigungen in der EM-Quali für Entsetzen! Der dunkelhäutige Alexander Isak wurde nach seiner Einwechslung mit Schmährufen bedacht. Die Folge: Der italienische Schiedsrichter Daniele Orsato unterbrach die Partie. Die rumänischen Fans hatten auch schon bei den Heimspielen gegen Spanien (1:2) und Malta (1:0) im September rassistisches Fehlverhalten gezeigt.

„Es tut natürlich weh, es ist eine Schande, aber wir waren darauf vorbereitet. Ich habe einige rassistische Rufe gehört, aber am besten ist es, das zu ignorieren. Es gibt überall Idioten, denen sollte man keine Aufmerksamkeit geben“, sagte Isak, der bei Real Sociedad unter Vertrag steht, nach der Partie zum Skandal. Auf den TV-Bildern war sogar  zu sehen, wie in der Endphase des Spiels ein Golfball aus den Zuschauerrängen in Isaks Richtung geworfen wurde, als er gerade mit dem Ball an der Torauslinie entlang dribbelte.

„Traurig, unverständlich und unentschuldbar“
Offensivspieler Emil Forsberg kritisierte das Verhalten auf den Rängen. „Das nimmt einem all das Erfreuliche am Fußball. Es ist schwer, froh zu sein, wenn so etwas passiert“, sagte der Leipziger. Rassismus habe hier und anderswo nichts zu suchen. Das unterstrich auch 1:0-Torschütze Marcus Berg: „Das ist unglaublich traurig, unverständlich und unentschuldbar.“ Grund zur Freude hatten die Schweden aber allem, wurde doch das Ticket für die EM 2020 durch den Sieg im direkten Kampf um Rang zwei in der Gruppe F vorzeitig gelöst.

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Das nimmt einem all das Erfreuliche am Fußball. Es ist schwer, froh zu sein, wenn so etwas passiert.

Emil Forsberg

Zum Sportlichen: Die Schweden erlebten in Rumänien dank einem Kopfballtreffer von Marcus Berg (18.) einen Start nach Maß. Der 33-jährige Krasnodar-Stürmer war dann auch am zweiten Treffer beteiligt, leistete die Vorarbeit für Robin Quaison (34.). Die Gastgeber vermochten es nach dem Seitenwechsel nicht nachzulegen. Somit hat Schweden die EM-Fahrkarte fix in der Tasche!

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Montag, 13. Juli 2020
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