15.11.2019 07:00 |

„Downwash“

Frühwinter hat Osttirol weiter im Würgegriff

Die Ruhe vor dem nächsten „Wintersturm“ herrschte am Donnerstag in Tirol. Im von den Schneefällen extrem betroffenen Osttirol gingen die Reparaturarbeiten bei der Stromversorgung weiter, auf dem Straßenweg nicht erreichbare Gemeinden wurden aus der Luft notversorgt. Mittels „Downwash“ befreiten Hubschrauber Bäume vom Schnee, damit sie nicht auf Straßen und Leitungen stürzen.

„Trotz Straßensperren funktioniert die Notversorgung bestens. Der Landeshubschrauber brachte bereits drei Dialysepatienten ins Krankenhaus Lienz“, so die Osttiroler Bezirkshauptfrau Olga Reisner. Schulfrei hieß es weiter unter anderem im Defereggen-, Villgraten- und Lesachtal. Dort blieben überdies Straßen gesperrt.

Die Tinetz hoffte, im Lauf des Tages alle Störungen im Hoch- bzw. Mittelspannungsnetz beheben zu können. Dabei halfen auch Bundesheerhubschrauber, die außerdem mittels „Downwash“ Bäume von Schnee befreiten. Dabei wird knapp über den Bäumen geflogen, der Wind unter dem Heli bläst den Schnee fort.

In Nordtirol fällt Schnee bis 800 Meter hinab
Unterdessen droht den südlichen Landesteilen und damit besonders Osttirol neues Wetter-Ungemach. „Von den Ötztaler Alpen über den Hauptkamm bis Osttirol erwarte ich im Lauf des Freitags in Lagen ab 1000 Meter rund 50 Zentimeter und im Gebirge einen Meter Neuschnee, eventuell sogar etwas mehr“, informiert Alexander Radlherr von der ZAMG in Innsbruck. Nach einem ruhigen Samstag mit Nordföhn gibt es in der Nacht auf Sonntag im Süden abermals eine ähnliche Packung. In Nordtirol fällt Schnee bis 800 Meter hinab.

Damit nicht genug: „Am Dienstag dürfte neuerlich ein Schwall kommen, erst danach wird es mild und trocken“, sagt Radlherr.

Peter Freiberger
Peter Freiberger
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