Violette Krise

Austria: Nach dem Brief muss die Post abgehen

Es knistert bei der Wiener Austria: Das violettes Präsidium wandte sich nach den jüngsten Fan-Vorfällen mit einem Appell für ein Miteinander an die Veilchen-Gemeinde. Gegen Lieblingsgegner Mattersburg wurden 15 der letzten 20 Duelle gewonnen. Die Lufthoheit wird einmal mehr als Schlüssel gegen Burgenländer am Sonntag (Anpfiff um 17 Uhr) entscheidend sein. Nach dem Brief muss also die violette Post abgehen.

„Abgesehen von meinen Verletzungen wahrscheinlich die bisher schwierigste Phase“, gesteht Austria-Kapitän Alex Grünwald. Die sportliche Situation ist ernüchternd. Nur drei Punkte vor dem Letzten, acht Zähler fehlen auf die Meisterrunde. Dazu kracht es in Favoriten auch intern.

Neben regelmäßigem Stimmungs-Boykott gab es beim Heimspiel gegen Sturm ein Fan-Transparent mit Beleidigungen der Polizei, den Verantwortlichen wurde die Akkreditierung als Fanklub entzogen, Zuwendungen für das Fanbudget gestrichen, Anzeige erstattet. Dann folgten Rauchbomben sowie der Leuchtstift beim 0:2 gegen den LASK - da wartet eine saftige Strafe.

„Hand bleibt ausgestreckt“
Weshalb sich vor dem Mattersburg-Heimspiel das Präsidium mit einem offenen Brief an die violetten Fans wandte. „Es sind unsere Leistungen und Ergebnisse, die der Grundauslöser für all die Unzufriedenheit, all die Emotionen bilden. Häufigkeit und Ausmaß an Fehlverhalten weisen aber darauf hin, dass einigen wenigen nicht klar zu sein scheint, wofür die Austria steht“, heißt es. Und abschließend: „Unsere Hand bleibt ausgestreckt und der Wille zum Dialog groß.“

„Bekommst dicke Haut“
Wie bei den Spielern der Wille zur Verbesserung. „Konsequenter im Tun sein, noch mehr Aufopferung“, fordert Routinier Grünwald, der in den schwierigen Wochen auch Positives sieht: „Du bekommst eine dicke Haut, kannst stärker da rauskommen!“ Nur wann? Nach 13 Runden sind 12 Punkte ein Armutszeugnis - gegen Mattersburg muss nach 15 Siegen in den letzten 20 Duellen morgen auf dem Rasen die Post abgehen.

Wofür Trainer Christian Ilzer während der Woche mit seinem Team, in dem nur Schoissengeyr verletzt fehlt, vor allem an den hohen Bällen arbeitete - „weil die Burgenländer eine große, extrem physische Mannschaft sind“.

Zudem ist es Zeit, die Last des Toreschießens besser zu verteilen - in den sechs Liga-Heimspielen trafen bisher nur Goalgetter Monschein (5 Treffer ) und Turgeman (2).

Florian Gröger, Kronen Zeitung

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