Es geht, wie gesagt, ums Körberlgeld für Beamte. Übrigens, und damit sind wir schon in der Abteilung Kuriosa, gibt es 200 solcher Nebengebühren, feinsäuberlich in einem Katalog zusammengefasst.
Schlappe 175.000 Euro im Jahr
Wen die Prüfer ganz besonders aufgeschrieben haben? Amtsärzte, zum Beispiel. Denn fürs Impfen gibt's Extrahonorar. Der Rechnungshof argumentiert (und der Hausverstand sagt's einem auch), dass das natürlich zu den Pflichten eines Amtsarztes gehört. "Eine gesonderte Honorierung sollte daher kritisch hinterfragt werden." Übrigens: 175.000 Euro kostet der Spaß jährlich.
Recht großzügig, konstatiert die Kontrollinstanz, handhabt das Land auch die Fahrkostenzuschüsse. Wer mehr als zwei Kilometer von der Dienststelle entfernt wohnt, kriegt Geld. Übrigens von 9,86 Euro (2 km) bis 137,60 Euro (100 km). Zum Vergleich: Der Bund zahlt seinen Mitarbeitern etwa nur die Hälfte.
Steiermark liegt im Vergleich noch gut
Exemplarisch griffen die Bundesprüfer den Fall einer Regierungs-Mitarbeiterin heraus, um aufzuzeigen, wie sehr das Zulagenwesen wuchert. Obwohl es einen Wechsel vom Regierungsbüro (wo höhere Zulagen gang und gäbe sind) in eine Abteilung gegeben hat, klingelten die Nebengebühren weiter: Immerhin um 9.000 Euro zu viel wurden ausbezahlt. Allerdings, und das soll nicht verschwiegen werden, sind die Prüfer auch gnädig. In der Schlussbesprechung wurde deponiert, dass die Steiermark in diesem Bereich im Bundesländervergleich sehr gut liegt.
"Steirermark Inoffiziell" von Gerhard Felbinger, "Steirerkrone"
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