26.10.2019 12:00 |

Cobra-Jahresserie

Brenzlige Situationen gemeinsam meistern

Einsätze, bei denen Täter mit brennbaren Flüssigkeiten hantieren und drohen, sich beziehungsweise Geiseln anzuzünden, meistert die Cobra häufig mit Florianijüngern. Das ist für beide Seiten herausfordernd.

Eine Tankstelle mitten in Innsbruck. Ein Mann, der sich und einen im Rollstuhl sitzenden Unbeteiligten mit Benzin übergossen hat und mit einem Molotow-Cocktail - einer Benzinbombe - hantiert. Eine Situation, die vollkommen zu eskalieren droht. Beamte des Einsatzkommandos Cobra West rücken an - doch nicht alleine, sondern mit Florianijüngern der Berufsfeuerwehr Innsbruck - und zwar schlichtweg weil sie deren fachkräftige Unterstützung benötigen.

Der Täter bleibt sturz und verschüttet Benzin
Der Täter verhält sich gegenüber den Einsatzkräften nicht kooperativ. Ein Verhandlungsteam versucht zunächst, ihn zur Vernunft zu bringen. Doch der Mann bleibt stur, er verschüttet nun auch noch rundherum Benzin und droht erneut, alles anzünden zu wollen. Es sind die Feuerwehrmänner, die nun handeln. Sie legen einen Schaumteppich aus, der die brennbare Flüssigkeit bindet. Dadurch ist sie nicht mehr entzündbar. Dann eilen Cobra-Beamte zur Geisel, werfen ihr ein Schutztuch über und bringen sie in Sicherheit.

Der Täter dreht nun vollkommen durch. Er wirft den Molotow-Cocktail zu Boden und löst eine große Stichflamme aus. Die Florianijünger löschen rasch die Flammen, die Cobra-Beamten überwältigen ihn. Ein perfektes Zusammenspiel. Doch an ein Aufatmen ist nicht zu denken, denn ein weiterer Notruf geht ein: „In einer Garage ist ein Mann, der eine Schusswaffe bei sich trägt. Er droht, das gesamte Gebäude anzuzünden.“

Starke Rauchschwaden dringen aus der Garage
Als die Einsatzkräfte vor Ort ankommen, drängen schon Rauchschwaden ins Freie. „Wir müssen hinein“, sagt der Cobra-Einsatzleiter. Die Feuerwehr legt eine Wasserleitung, mit einem klassischen Schlauch kann die Cobra in der Folge in die Garage hineinspritzen und den Rauch zurückdrängen.

Dann dringen sie in die Garage ein und überwältigen den bewaffneten Täter. Als die Gefahr gebannt war, löschten die Florianijünger die restlichen Flammen. Ein perfektes Zusammenspiel.

„Kommunikation ist bei Einsätzen unabdingbar“
Beide Szenarien könnten eins zu eins in der Realität vorkommen. Dieses Mal handelte es sich zum Glück aber nur um Übungen. „Bei derartigen Einsätzen ist sehr viel Kommunikation mit den Florianijüngern der Berufsfeuerwehr Innsbruck notwendig. Wer übernimmt wann welche Handlungen? Diese Fragen gilt es zu klären“, erläutert Harald Gonner, Chef des Einsatzkommandos Cobra-West.

Damit im Einsatz die Zusammenarbeit ohne Probleme funktioniert, sind realitätsnahe Übungen notwendig. „Die Einsatzleiter müssen ständig miteinander das Vorgehen besprechen“, sagt Christian Kirchmair, Operative Leitung bei der Cobra.

Dass diese Kooperation auch ein Lernprozess ist, erklärt Maria Nuener, Bereitschaftsoffizierin bei der Berufsfeuerwehr Innsbruck. Das Interview lesen Sie in der Printausgabe des Nationalfeiertages.

Jasmin Steiner
Jasmin Steiner
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