25.10.2019 07:01 |

Getreidegasse

Wiener Schnitzel statt Mateschitz’ Stanitzel

Meissl & Schadn zieht im Carpe Diem ein. Hauseigentümer Max Dasch freut der neue Mieter: Der Steirer Florian Weitzer tischt ab Ostern Schnitzerl vom silbernen Servierwagen auf.

 „Wir wollen die große Österreichische Küche, wie wir sie im Meissl & Schadn in Wien seit 2017 zelebrieren, den Rest der Welt nicht länger vorenthalten. Insofern freut’s uns sehr, dass wir nun in Salzburg ein Restaurant eröffnen“, so Geschäftsführer Michael Pfaller.

Schon mit ersten November wird das Restaurant – es gehört zur Gastrogruppe des steirischen Hoteliers Florian Weitzer mit rund 700 Mitarbeitern – im Haus von Salzburger Nachrichten-Herausgeber Max Dasch in der Getreidegasse 50 einziehen. „Nach einer Umbauphase werden wir Ostern 2020 eröffnen“, so Pfaller.

Somit ist das Carpe Diem von Dietrich Mateschitz nach 14 Jahren Geschichte.

Hinter der Übernahme steckt eine durchaus skurrile Geschichte. Denn zunächst hatten die Grazer Unternehmer das Café Glockenspiel am Mozartplatz im Visier. Nachdem der Eigentümer, der deutsch-österreichische Medienzar Herbert Kloiber auf ihre Anfrage aber nicht reagierte, klopften sie bei Dietrich Mateschitz an. „Vielleicht haben unsere steirischen Wurzeln die Türen bei unserem Landsmann geöffnet“, so Pfaller.

Lediglich den Red Bull-Boss das Meissl & Schadn-Konzept schmackhaft zu machen reichte aber nicht. Mateschitz ist schließlich nur Mieter und Max Dasch der Hauseigentümer.

Vorsprache bei Dietrich Mateschitz und Max Dasch
„Die Mateschitz Group hat uns über den Nachmieter informiert und Ende September vorgestellt“, teilt SN-Geschäftsführer Martin Hagenstein der „Krone“ mit und betont: „Die Voraussetzungen für eine gute Zusammenarbeit sind bei Florian Weitzer gegeben. Und das Konzept eines traditionell- österreichischen Restaurants entspricht unseren Vorstellungen.“

Ob der Wunsch vom gemütlichen Lokal in Erfüllung geht, wird sich zeigen. Denn wer den Nobel-Salon am Wiener Stubenring kennt, weiß dass Schnitzel & Co. mit silbernen Servierwaage angekarrt werden, und man auf piekfeinen Thonetstühlen unter Lobmeyr-Luster sitzt.

Warum das Wiener Schnitzel das Mateschitz Stanitzel ablöst wird von Red Bull nicht kommentiert. Nur so viel, alle 40 Carpe Diem-Mitarbeiter haben für andere Red Bull-Betriebe Angebote.

Tina Laske
Tina Laske
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