Seit 1999 haben in der Steiermark 6.426 Betriebe das Handtuch werfen müssen - nur noch 6.827 sind übrig, alle eineinhalb Tage sperrt einer zu. Bleibt es bei diesem Schnitt, haben wir in 30 Jahren das Ende der Milch- und Bergbauern erreicht. Wir müssten auf Gentechnik-Milch aus ausländischen Tierfabriken zurückgreifen.
"Fairer Preis" gefordert
Anlässlich des Weltmilchtages fordert nun Kammer-Vizechef Hans Resch einen "fairen Preis" für den Liter Milch. Mittlerweile ist der Preis zwar auf 32,90 Cent angestiegen - aber die Herstellungskosten liegen bei 46 bis zu 60 Cent.
"Milchbomben" aus ganz Europa
Herbert Kammerhofer, IG Milch, formuliert es drastischer: "Der Preis hat sich auf niedrigem Niveau stabilisiert. Allerdings werden mit 1. Juni die EU-Lager geöffnet und extreme Mengen von Butter und Magermilch auf den Markt geworfen. Schwer zu sagen, wie sich dadurch der Preis weiterentwickelt." Außerdem hat er folgende Befürchtung: "Mehr Landwirte geben ihren Hof auf, weil sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt entspannt und sie leichter einen anderen Job finden."
von Christa Blümel und Jakob Traby ("Steirerkrone") und steirerkrone.at
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