13.10.2019 17:14 |

Vorarlberg-Wahl

Tirols LH Platter sieht Stärkung der „Westachse“

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) hat das Ergebnis der Vorarlberger Landtagswahl als Stärkung der sogenannten Westachse interpretiert. Tirols Grünen-Chefin Ingrid Felipe sieht den Wahlausgang als Absage an „türkis-blaue Kürzungs-und Skandalpolitik“, während die FPÖ Tirol die Verluste als „Bundestrend“ bezeichnete.

„Mit diesem Ergebnis ist auch die Westachse Tirol, Salzburg und Vorarlberg gestärkt worden“, teilte Platter in einer Aussendung mit. „Wenn es notwendig ist und es um die Interessen unserer Bundesländer geht, werden wir auch künftig eng abgestimmt unsere Meinung zum Ausdruck bringen“, hieß es weiter. Er gratuliere seinem Amtskollegen zum Wahlergebnis und sehe es als „Bestätigung für die gute Arbeit von Markus Wallner als Landeshauptmann“, so Platter.

Grüne wollen Klimaschutz und sozialen Ausgleich
An die Westachse knüpfte auch Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe an: „Was die schwarz-grüne Westachse betrifft, so hoffe ich sehr, dass sie nach diesem Wahlerfolg in die Fortsetzung geht - mit Schwerpunkten Klimaschutz und sozialem Ausgleich“. Darüber hinaus zeige das Ergebnis, dass die Menschen eine „skandalfreie Politik“ wollen. Der heutige Wahlausgang schaffe „beste Voraussetzungen für die Steiermark-Wahl“, blickte Felipe in die Zukunft.

FPÖ müsse sich auf Erneuerungen konzentrieren
Tirols FPÖ-Chef Markus Abwerzger erklärte das Abrutschen der Vorarlberger Freiheitlichen als „negativen Bundestrend“, der sich nun auch auf Vorarlberg ausgewirkt habe. Dies sei zu erwarten gewesen. „Tatsache ist, die Marke FPÖ hat leider durch die Geschehnisse der letzten Monate Schaden erlitten“, analysierte Abwerzger das Wahlergebnis. Nun müsse sich die Partei auf „wichtige und notwendige Erneuerungen“ konzentrieren.

Tiroler SPÖ-Chef zeigt sich von Ergebnis wenig überrascht
Auch Tirols SPÖ-Chef Georg Dornauer zeigte sich wenig überrascht vom Abschneiden der SPÖ im Ländle: „Starke Stimmenzugewinne waren aber nach den Nationalratswahlen und angesichts der bundespolitischen Großwetterlage heute nicht zu erwarten“. Er hätte den Genossen ein besseres Ergebnis gewünscht, sagte Dornauer.

Tiroler Neos hätten sich mehr erhofft
Ein besseres Ergebnis hätte sich auch Tirols Neos-Chef Dominik Oberhofer für seine Vorarlberger Parteifreunde erhofft. Vor allem nach dem zweistelligen Ergebnis bei der vergangenen Nationalratswahl, bei der Neos in Vorarlberg auf 13,6 Prozent kamen. „Aber bei so starken Schwarzen und Grünen ist das Wachstumspotenzial beschränkt“, sagte er. Er glaube auch nicht, dass eine schwarz-pinke Koalition zustande kommen wird, da die Vorarlberger Spitzenkandidatin Sabine Scheffknecht „hohe Prinzipien und hohe Ansprüche“ habe. Eine Koalition wird es nach der Ansicht Oberhofers für die Volkspartei „günstiger“ mit den Grünen geben.

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