10.10.2019 07:00 |

BM im Visier

Kinder-Reha: Wurden Mandatare getäuscht?

Rund um die geplante Kinder-Reha in Wiesing gehen die Wogen weiter hoch. Transit- und Lärm-Bekämpfer Fritz Gurgiser stellt nun dem Wiesinger Bürgermeister Alois Aschberger die Rute ins Fenster. Er unterstellt ihm, bei der letzten Gemeinderatssitzung nicht die Wahrheit gesagt zu haben. Bis zum 15. Oktober gibt ihm Gurgiser nun Zeit, seine Aussagen richtig zu stellen.

Wie berichtet, votierte der 15-köpfige Gemeinderat von Wiesing mit zwei Gegenstimmen und einer Enthaltung für die Umwidmung eines Grundstückes am Ortsrand, das nach monatelangem Prozedere als Standort für die Kinder-Rehabilitationsstätte auserkoren wurde. In der vorhergehenden knapp 30-minütigen Gemeinderatssitzung hagelte es Beschwerden, persönliche Vorwürfe und Untergriffe. Dabei behauptete Bürgermeister Aschberger unter anderem auch, dass die Lärmpegelmessungen des Transitforum Austria-Tirol wegen der Wahl des Ortes und des Zeitpunktes „verfälscht“ wurden. Weiters meinte Aschberger mehrfach, dass besagte Grundparzelle „vom Land ausgesucht wurde“.

Gurgiser: Behauptungen stimmen einfach nicht!
Laut Gurgiser sind das zwei Behauptungen, die nicht der Tatsache entsprechen. „Seit 1987 ist das Transitforum die treibende Kraft bei der Errichtung von technischen Lärmschutzanlagen – auch, was die Messungen betrifft. Wir haben der Gemeindeführung von Wiesing insgesamt 115.680 Einzelschall-Pegelmessungen zur Verfügung gestellt. Unsere Messungen geben die Schallpegel wieder, die beim menschlichen Ohr ankommen und gesundheitliche Beeinträchtigungen verursachen. In diesen Daten sind aber keine – wie von Aschberger behauptet – Einzelereignisse wie Sprengungen beim Steinbruch Tiergarten oder vorbeifahrende Lkw enthalten“, stellt Fritz Gurgiser im „Krone“-Gespräch erneut klar.

Wurde der Gemeinderat falsch informiert?
Nur mehr lachen kann er über die Aussage, dass das Grundstück vom Land ausgewählt wurde: „Diese Behauptung wurde bisher weder von Landeshauptmann Günther Platter, den beiden zuständigen Landesräten Bernhard Tilg und Johannes Tratter, geschweige denn von der damit befassten Beamtenschaft bestätigt. Wenn keine zufriedenstellenden Antworten gegeben werden, muss man davon ausgehen, dass Aschberger den gesamten Gemeinderat bewusst falsch informiert und den Gemeinderatsbeschluss vom 25. September mit unwahren Behauptungen erschlichen hat.“ Eine starke Ansage!

Hubert Berger, Kronen Zeitung

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