Prozess in Ried:

„Kartei-Leichen“ als Partnervorschläge für Singles

Außer Spesen nix gewesen! Denn statt der großen Liebe blieb für viele Kunden der Partneragentur „Petra“ aus dem Innviertel nur ein großes Loch in der Geldbörse. Jetzt stehen die 35-jährige „Liebesbotin“ und ihr 49-jähriger Mann wegen Betruges in Ried/I. vor Gericht. Sie sollen Kunden abgezockt und auch bereits vergebene Partner vorgeschlagen haben, vermutlich „Kartei-Leichen“.

Im Jahr 2013 hatte die Innviertlerin (35) ihre Agentur gegründet, ihr fünffach vorbestrafter Mann (49) stand ihr stets helfend zur Seite, trat aber nicht offiziell in der Firma auf. Während sich die meisten Partnervermittlungen aufs Internet-Geschäft stürzten, blieb die Innviertler Firma großteils „analog“. Die Kunden wurden via Print-Annoncen gesucht und auch gefunden.

3500 Euro bezahlt
Vor Gericht gaben Zeugen an, dass sie dann auch zu Hause Besuch von den Partnervermittlern bekommen hätten und dort ihre Daten in einem Formular ausfüllen mussten. Für ein Jahresabo zahlte ein Kunde unglaubliche 3500 Euro - um dieses Geld hätte er in den führenden Internet-Partnerforen länger als sieben Jahre lang Mitglied bleiben können! Es wurden immerhin fünf Kontakte versprochen.

Erklärungsbedarf
Die meisten Zeugen gaben an, dass sie relativ schnell auch postalisch zwei bis zwölf potenzielle Partner vorgeschlagen bekamen. Doch einige von diesen seien aus allen Wolken gefallen, als die „Suchenden“ anklopften - waren sie doch schon vergeben. Da gab’s auch Erklärungsbedarf.

„Kuppler“ unerreichbar
Die „Kuppler“ seien nach diesen Kontaktvermittlungen - ein Kunde nannte sie „nicht zufriedenstellend“ - auch nicht mehr erreichbar gewesen. Urteil gab’s noch nicht, es wurde vertagt - und es gibt auch noch Vorwürfe wegen eines gekauften, aber nie bezahlten Bootes.

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