01.10.2019 09:00 |

Fußball

Ein Bollwerk trotz Gipshand

Seit fünf Wochen spielt der Pucher LASK-Verteidiger Philipp Wiesinger mit Bruch des Mittelhandknochens. Die Abwehr des ersten Bullen-Jägers ist mit nur fünf Gegentoren aber weiter die Beste der Bundesliga. Am Montag tankte der 25-Jährige daheim Kraft für den Auftritt bei Sporting Lissabon am Donnerstag.

Freie Tage waren für Philipp Wiesinger zuletzt selten: Bundesliga, ÖFB-Cup, Champions-League-Quali, Europa League-Gruppenphase. Ein dichtes Programm für den LASK-Verteidiger, der am Montag dennoch in der Heimat vorbeischaute. „Ich habe meine Eltern und meinen Bruder in Puch besucht. Daheim kann ich ganz gut abschalten“, meinte der 25-Jährige, ehe am Dienstag die Vorbereitung auf das Europa-League-Auswärtsspiel am Donnerstag bei Sporting Lissabon beginnt. „Das wird eine richtig geile Herausforderung“, meint Philipp.

Der mit dem LASK wie im Vorjahr erster Salzburg-Jäger in der Meisterschaft ist. Und wie im Vorjahr unter Oliver Glasner auch heuer bei Neo-Coach Valérien IsmaëI seinen Stammplatz in der Abwehr verteidigt hat. Ob links, rechts oder gar als Abwehrchef: Wiesinger hat noch kein Spiel versäumt und gegen Tirol auch schon getroffen.

Und das, obwohl er seit mittlerweile fünf Wochen mit einem Mittelhandknochenbruch spielt – zugezogen im Match gegen Rapid.

Die Gips-Manschette erinnert daran. „In den ersten ein, zwei Wochen war das im Spiel ungewohnt, im Hinterkopf drin“, betonte Wiesinger, der vor jedem Match als „Therapie“ mit einer Schmerztablette auskam.

Und trotzdem immer seinen Mann stellte: der LASK hat erst fünf Liga-Gegentore kassiert, damit vier weniger als Leader Red Bull – auch ein Verdienst von Wiesinger und seines Salzburger Landsmannes im Tor, Alex Schlager. „Als Verteidiger schaut man in der Tabelle speziell auf die Gegentore. Klar freut einen die Bilanz.“

Während er mit seinem Stammverein FC Puch in der Salzburger Liga mitfühlte: 0:10-Schlappe in Zell! „Das tut weh“, weiß Philipp. Da läuft es beim ihm und dem Bollwerk LASK wesentlich besser. Er traut sich mit den Linzern nach dem Auftaktsieg gegen Rosenborg in Lissabon einiges zu. „Wenn wir so mutig auftreten wie in der Champions League-Quali in Basel oder wie der WAC in Gladbach, dann ist sicher etwas drin.“

Herbert Struber
Herbert Struber
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