01.10.2019 16:00 |

Prozess um Syrer

Albtraum nach Feier im nächtlichen Rattenberg

Zuerst eine nette 50er-Feier einer Bekannten, dann erlebte ein einheimisches Paar im nächtlichen Rattenberg einen Albtraum mit zwei Syrern: Einer stänkerte die Frau an und entriss ihr die Handtasche, danach wollte der Freund des Opfers die davonradelnden Täter stoppen, eine Schlägerei und nun der Prozess folgten.

Rattenberg, 30 Juni, etwa 0.30 Uhr. Die Einheimische sitzt auf der Fensterbank des „Irish Pub“, während ihr Freund ums Eck aus einem Automaten Zigaretten holt. Da kommen zwei Syrer (ein 26-Jähriger und sein 16-jähriger Neffe) und fragen – zufälligerweise – um Zigaretten. Sie können welche haben, sobald ihr Freund wieder da ist, willigt die Frau netterweise ein.

Duo wurde aggressiv
Doch die Asylwerber werden aufdringlich und der Ältere schubst das Opfer zu Boden und schnappt sich die Handtasche samt einer darin befindlichen Geldtasche mit 200 Euro. Die Einheimische schreit lauthals, ihr Freund erkennt die Situation und reißt den 26-Jährigen, der mit dem Rad in seine Richtung geflüchtet ist, vom Gefährt. Der jüngere Syrer kommt dem Onkel zu Hilfe, eine wüste Keilerei folgt. „Sie haben mich geschlagen und getreten“, schildert der Unterländer Unternehmer. Eine Schnittwunde am Oberkörper, eine gebrochene Zehe und Schürfwunden sind das Resultat. Barfuß, weil er seine Flip Flops verlor, läuft er dem Duo noch nach, es wurde später von der Polizei geschnappt.

Opfer glaubwürdiger
Beim Prozess wollten die Syrer von einem Raub nichts wissen. Der Jüngere sagte aus, eine am Boden liegende Geldtasche genommen zu haben. Der Ältere habe ihn dann ermahnt, dass man so etwas nicht tue. Offenbar ein „Märchen“, um den vorbestraften 26-Jährigen vor einer Strafe (und einer möglichen Abschiebung!) zu schützen. Die glaubwürdigen Opfer belasteten eindeutig den Älteren, für den es nicht rechtskräftig zwei Jahre Haft setzte. Der Neffe, nur Zuseher und dann „Helfer“ beim Raufen, hat 320 Euro Geldstrafe mit der U-Haft schon verbüßt. Sein Onkel eilte noch während der Verhandlung zu einem Bankomat, um 250 Euro Schadenersatz für den mutigen Freund (Beute und kaputtes Hemd) zu holen. 

Andreas Moser
Andreas Moser
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