27.09.2019 14:39 |

Neue Ideen präsentiert

EU-Kommissar in spe: „Legale Migration verstärken“

Der designierte EU-Migrationskommissar Margaritis Schinas hat am Freitag die Notwendigkeit der legalen Zuwanderung nach Europa betont. „Europäisch zu sein bedeutet, offen für die Welt zu sein“ und die „Öffnung von Herzen und Heim für die weniger Glücklichen“, sagte der Grieche in seinen Antworten an das EU-Parlament. „Auch die Erfordernisse der Demografie und des Arbeitsmarktes sprechen für eine stärkere legale Migration“, so Schinas.

Im Europaparlament stößt die Entscheidung der künftigen Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf Widerstand, den von Schinas als Vizepräsident mitverwalteten Migrationsbereich unter den Titel „Unseren europäischen Lebensstil schützen“ zu stellen. Die Bezeichnung brachte der deutschen CDU-Politikerin den Vorwurf ein, sie biedere sich der extremen Rechten an. Sozialdemokraten, Liberale, Grüne und Linke im Europaparlament fordern eine Namensänderung.

Kultur und Vielfalt: „Wir sollten dies feiern, aber auch beschützen“
Schinas hielt dem entgegen, dass die EU „auf dem Respekt der menschlichen Würde gegründet“ worden sei. Europas Kultur und Vielfalt würden „in der Welt bewundert“, schrieb der designierte Kommissionsvize. „Wir sollten dies feiern, aber wir müssen es auch beschützen.“

Der bisherige Sprecher des scheidenden EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker verwies auch darauf, dass sein Portfolio nicht nur die Bereiche Sicherheit und Migration umfasse. Er sei auch für Bildung, Kultur, Gesundheit und Gleichstellung zuständig.

Die Entwicklung legaler Einwanderungswege nach Europa sei „eine Schlüsselpriorität“ der Kommission von der Leyens, so Schinas weiter. Dafür müsse aber „die Zögerlichkeit in einigen Mitgliedsstaaten überwunden werden“. Darüber hinaus müsse diese Politik mit einem neuen Anlauf bei der Integration von Migranten und Flüchtlingen einhergehen. „Bildung und Ausbildung, Qualifikation und Kompetenzentwicklung“ müssten dabei im Zentrum stehen.

Neugeborenes vor griechischer Insel ertrunken
Vor der griechischen Insel Chios kamen indes beim Untergang eines Schlauchbootes sieben Migranten ums Leben. Unter den Todesopfern seien auch ein neugeborenes sowie ein vierjähriges Kind, berichtete der staatliche Rundfunk unter Berufung auf die Küstenwache am Freitag. Zwölf Migranten konnten demnach von der Besatzung einer vorbeifahrenden Fähre aus den Fluten gerettet werden.

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen