27.09.2019 06:00 |

Heute „Earth Strike“

„Fridays for Future“ in Graz haben große Pläne

Die Schülerproteste für das Klima werden schnell wieder vorbei sein - wer das noch vor wenigen Monaten dachte, liegt völlig daneben. Im neuen Schuljahr geht es weiter mit den Protesten von „Fridays for Future“ - auch in Graz. Beim heutigen „Earth Strike“ erwarten die Aktivisten die bis dato größte Demonstration. Ihre Botschaft ist eindeutig: Sie geben erst Ruhe, wenn die Politik handelt.

Heute marschieren sie wieder durch Graz. Viele junge Leute, Schüler, Studenten, aber mittlerweile sind es auch Lehrer, Eltern, solidarisierende Erwachsene. Vor gut einem halben Jahr waren es aber die Schüler, die damit begonnen haben, freitags mit Schildern und Bannern in den Händen auf die Klimakrise aufmerksam zu machen. Inspiriert wurden sie - und viele andere weltweit - von der 16-jährigen Schwedin Greta Thunberg. Sie ist heute eine Ikone für die Bewegung.

„Oft als hysterisch wahrgenommen“
Nicht jeder begegnete den „Fridays“, wie sie sich selbst verkürzt nennen, mit Wohlwollen. „Wir werden oft als hysterisch wahrgenommen“, erzählt der 16-jährige Lorenz im Gespräch mit der „Krone“. Von den Politikern zeigen sie sich enttäusche - gerade im aktuellen Wahlkampf, wo die Umwelt ein so wichtiges Thema ist. „Für die Öffentlichkeit nehmen uns die Politiker ernst - im Endeffekt sind manche Sachen aber einfach nur lachhaft“, sagt Hanna (19).

Sie streiken weiter, weil sich noch nichts geändert hat. Und die Sache mit dem Schuleschwänzen? Lorenz’ Antwort kommt sofort: „Ein Streik, der nicht während der Arbeitszeit passiert, bringt nichts.“

Mehr als Streiks geplant
Bei den Streiks alleine wird es in Zukunft allerdings nicht bleiben. Die „Fridays“ schmieden laufend Pläne. „Wir wollen nicht nur laut sein und nicht in die Schule gehen - uns geht es darum, ein Bewusstsein zu schaffen“, sagt Hanna. „Es gibt Workshops und Infostände. Wir sind gerade erst in den Startlöchern, und es gibt viele Leute, die jetzt dazukommen.“ So schnell werden sie vermutlich nicht aufhören, weiterzumarschieren.

Treffpunkt Griesplatz
In Graz heißt es heute wie an so vielen anderen Orten auf der Welt: Streik fürs Klima. Die Demonstranten treffen sich um eins vor zwölf am Griesplatz, marschieren über den Ring und die Bürgergasse bis zum Tummelplatz. Schüler dürfen die Demo offiziell im Rahmen einer Schulstunde besuchen.

Hannah Michaeler
Hannah Michaeler
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