07.09.2019 17:39 |

Crash endet glimpflich

185.000 Besucher bei Himmelsshow der Superlative

Am Freitag, dem Auftakttag, waren rund 80.000 Zuseher zur Airpower nach Zeltweg in der Obersteiermark gekommen, am Samstag wurden 105.000 Personen gezählt. Wie zum Hohn für die Veranstalter lichteten sich in den letzten eineinhalb Stunden die Wolken, aus denen es den ganzen Tag immer wieder geregnet hatte, und die Sonne brach für die letzten Flugvorführungen durch.

Von den Kunstflugstaffeln konnten am Samstag nur die italienischen Frecce Tricolori nicht fliegen, die Patrouille Suisse, das Breitling-Team und die spanische Patrulla Aguila hingegen schon. „In einem Tal wie dem Aichfeld ist das Wetter schwer einzuschätzen“, sagte Projektleiter Arnold Staudacher. „Ein Hubschrauber ist schnell in der Luft, wenn sich eine Möglichkeit auftut, bei einem Jet ist das schon schwieriger, für ein Kunstflugteam noch schwerer.“ Man habe da alle Viertelstunden umplanen müssen.

Bruchlandung mit Doppeldecker
Es habe einen „Flugvorfall“ mit der schwedischen CFM01 Tummelisa („Däumling“) gegeben, einem Doppeldecker aus der Zeit des Ersten Weltkriegs, sagte Staudacher. „Das bedauern wir sehr. Der schwedische Pilot blieb aber unverletzt und die Maschine hat nur ganz geringe Schäden an der Bespannung“, so der Offizier. Deshalb habe man sich zur Fortsetzung des Programms entschlossen. Am zweiten Tag wurden rund 70 Prozent der geplanten Acts gezeigt, „dazu alle Hubschrauber und alle geplanten Vorführungen des Bundesheeres“.

3,6 Millionen Euro Gesamtkosten
Bei Kosten von rund 3,6 Millionen Euro - die zu einem Drittel Heer, Land Steiermark und Red Bull tragen - habe die Airpower einen hohen Übungswert gehabt, sagte Brigadier Staudacher. Auch bleibe einiges an Mitteln in der Region. Einer weiteren Auflage der Airpower stünde nur die Finanzierung entgegen: „Ich würde mich sehr freuen, gäbe es sie wieder.“ Dass relativ wenige Spitzenpolitiker zur Flugshow kamen, sah Staudacher „vielleicht dem Wetter“ geschuldet. Zudem herrsche gerade Nationalratswahlkampf.

Er könne sich jedenfalls nur bei den Zehntausenden Menschen bedanken, die der Airpower die Treue gehalten hätten, trotz des Wetters, sagte der Brigadier. Man werde heuer auch erstmals eine Bewertung der Zufriedenheit der Zuschauer vornehmen, über Social Media und über andere Medienanalysen, dafür habe man heuer eigene Evaluatoren.

Kaum Zwischenfälle abseits der Piste
Auch am Samstag herrschte starker An- und Abreiseverkehr, es habe aber so gut wie keine Unfälle gegeben, sagte ein Polizist. Die Besucher wussten sich offenbar zu benehmen: „In keinster Weise Zwischenfälle“, sagte Polizeisprecher Jürgen Haas. Auch laut einem Rotkreuz-Sprecher gab es sehr wenige Einsätze.

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