01.09.2019 20:19 |

70 Meter abgestürzt

Kein Tag ohne schwere Alpinunfälle in Tirol

Nach zwei tödlichen Abstürzen von Wanderern am Samstag in den Tiroler Bergen meldet die Polizei am Sonntag wieder schwere Unfälle. Im Karwendel stürzte ein Wanderführer (58) 70 Meter ab und verletzte sich schwer. In der Wildschönau wurde ein 64-Jähriger bei einem Absturz ebenfalls schwer verletzt. 

Der 58-jährige Wanderführer stürzte im Bereich der Fiechter Spitze im Karwendelgebirge (Bezirk Schwaz) ab. Der Einheimische führte eine sechsköpfige Wandergruppe an. Unterhalb der Fiechter Spitze wollte der Wanderführer eine kurze Seilsicherung an einem bereits eingeschlagenen Haken aufbauen. Dabei verlor er am Fels den Tritt, rutschte aus und stürzte rund 70 Meter in die felsige Rinne ab.

Ein Mitglied der Wandergruppe setzte sofort den Notruf ab, stieg zum Schwerverletzten ab und leistete Erste Hilfe. Der Verletzte wurde mit dem Notarzthubschrauber in die Innsbrucker Klinik geflogen.

Der Unfall in Thierbach ereignete sich im Bereich der Gratlspitz. Der 64-Jährige aus Deutschland war mit seiner Frau auf einer Geocaching-Tour - einer Art Schnitzeljagd mit GPS. Auf etwa 1.650 Metern Seehöhe versperrte eine Felswand den beiden den direkten Aufstieg. Der 64-Jährige wollte einige Meter absteigen und die Felswand umgehen.

Dabei hielt er sich an einem Ast fest, dieser brach ab, der Mann verlor das Gleichgewicht und stürzte durch ein Bachbett ab. Er blieb schwer verletzt liegen. Seine Ehefrau alarmierte sofort die Einsatzkräfte. Nach einer kurzen Suchaktion wurden die beiden gefunden. Der Mann wurde ins Krankenhaus geflogen.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Tirol

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen