„Kraftwerke in Afrika“

Schalke-Boss Tönnies für DFB „kein Rassist“

Die zwar auch von der DFB-Ethikkommission als „rassistisch“ gewerteten Afrika-Äußerungen von Clemens Tönnies bleiben für den Schalker Aufsichtsratschef folgenlos. Das Gremium des Deutschen Fußballbundes verzichtet auf ein Verfahren gegen den Fleischfabrikanten. Im Falle einer Anklage hätte sich Tönnies der DFB-Gerichtsbarkeit stellen müssen.

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Dabei hätte eine Rüge, Ermahnung, Geldstrafe oder im schlimmsten Fall auch eine Sperre gedroht. „Der Verzicht auf eine Anklageerhebung ist zunächst darin begründet, dass Herr Tönnies bei der eingehenden Anhörung und Befragung überzeugend vermitteln konnte, dass er kein Rassist ist“, teilte die Ethikkommission mit.

Zuvor war er bereits bei Schalke 04 einer möglichen Amtsenthebung entgangen. Nach Beschluss des Schalker Ehrenrates lässt Tönnies derzeit stattdessen sein Amt für drei Monate ruhen. Unklar ist, wie die Schalke-Fans beim Heimspiel am Samstag gegen Hertha BSC reagieren.

Tönnies hatte vor gut einem Monat als Festredner beim „Tag des Handwerks“ in Paderborn Steuererhöhungen im Kampf gegen den Klimawandel kritisiert. Stattdessen solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren, so Tönnies. „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn‘s dunkel ist, Kinder zu produzieren.“

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