Absetzungsfall Wojak:

Wird an der BH Braunau nun jeder Stein umgedreht?

An der Bezirkshauptmannschaft Braunau, gegen deren Behördenleiter Georg Wojak das Land Oberösterreich ja ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet hat, wird nun offenbar jedes Steinchen umgedreht.

Die mit 31. Juli interimistisch auch als Braunauer BH-Chefin eingesetzte Rieder Bezirkshauptfrau Yvonne Weidenholzer hat am 9. August eine bemerkenswerte Dienstanweisung (siehe Beleg anbei) erlassen. Mit dieser Weisung werden „aus aktuellem Anlass“ alle (150) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BH Braunau „angehalten, sämtliche Akten aus dem laufenden Arbeitsbetrieb, die gesetzwidrige Weisungen, strafrechtsrelevante Tatbestände oder andere Weisungen enthalten, mit einer Sachverhaltsdarstellung in Form eines Aktenvermerkes der Amtsleitung vorzulegen“.

Was ist das für ein Signal in den Landesdienst?
Ist das normal? Oder schürt man damit nicht erst recht Misstrauen und Angst in einer verunsicherten BH-Belegschaft? Und: Was ist das für ein Signal in den gesamten Landesdienst in Oberösterreich? Fügt euch, denn alles kann irgendwann einmal gegen euch verwendet werden?

Interessant ist auch die Chronologie
Interessant ist auch der Zeitablauf: Die Rohfassung des Revisionsberichtes über die BH Braunau, mit 25 mutmaßlich strafrechtlich relevanten Vorwürfen gegen Wojak, stammt vom 16. Juli.Und das Schreiben der Personalabteilung über die Einleitung des Absetzungsverfahrens gegen ihn ist vom 25. Juli. Reichen die dem zugrunde gelegten Vorwürfe noch nicht aus? Fragen über Fragen in dieser Causa…

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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