Nach dreckigem Sieg

Grün-Weißer Aufruhr: „So will Rapid keiner sehen!“

Weiter Aufruhr bei Rapid: Die Kühbauer-Truppe kann nach dem dreckigen Sieg gegen Altach nicht zur Tagesordnung übergehen. Jetzt geht auch die System-Diskussion los. Hinzu kommt das Horror-Los im Cup: Schon in Runde zwei wartet Meister Red Bull Salzburg.

Das Spiel verfolgte er auf der Tribüne, nach dem 2:1 gegen Altach ging’s in die Kabine. Das macht Zoki Barisic immer so. Unabhängig vom Resultat. Selbst am Samstag verzichtete Rapids Sportchef auf eine Ansprache: „Sie wissen selbst, dass nur das Ergebnis gestimmt hat.“ Barisics Analyse: „Nach dem 2:0 haben sie geglaubt, dass es leicht geht. Wir haben das Spielen eingestellt, waren nicht kompakt, haben nicht zeitgleich attackiert, hatten keinen Zugriff.“

So fühlte sich der erste Liga-Sieg wie eine Niederlage an. „Oft genug hatten wir 80 Prozent Ballbesitz, waren klar besser und haben verloren“, meinte Interims-Kapitän Dibon. „Jetzt brauchen wir uns nicht genieren, dass wir die drei Punkte mitnehmen.“ Sein Nachsatz: „Aber wir waren mit und gegen den Ball schlecht. So will Rapid keiner sehen. Wir wissen, dass wir viel Arbeit haben. Hätten wir verloren, wäre es grauslich geworden.“

Szanto erneut operiert
Dennoch sind die Probleme vor allem im Mittelfeld eklatant. Erst als Kühbauer mit Martic auf das alte 4-2-3-1 umstellte, wirkte man etwas stabiler. So steuert man auch in Hütteldorf auf eine System-Diskussion zu. Denn anscheinend weiß bei Rapid noch immer nicht jeder, wann was zu tun ist. Ruhe und Ordnung fehlten im 3-5-2-Anzug komplett. Plötzlich vermissten selbst die schärfsten Kritiker den verletzten Kapitän Schwab, obwohl der bislang selbst außer Form war.

Immerhin sollte es mit Ljubicic im Mittelfeld bald eine zusätzliche Alternative geben. Szanto ist länger kein Thema, er wurde erneut am Knie operiert.

Und Rapid muss schnell in Fahrt kommen, nicht nur in der Liga, auch für den Cup. Denn die Hütteldorfer zogen in der zweiten Cup-Runde (24./25. September) ein Horrorlos. Es kommt zur finalen Neuauflage gegen Titelverteidiger Salzburg. Wenigstens daheim in Wien.

Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung

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